Weg der Erinnerung
Der „Weg der Erinnerung“ führt zu vielen für das frühere jüdische Leben in der Leopoldstadt bedeutsamen Orten und macht die Geschichte der Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung sichtbar.
Bereich Praterstraße, Tempelgasse, Czerningasse
Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt - Praterstraße © Erhard Gaub
Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt.
Die Leopoldstadt war traditionell ein Bezirk, in dem viele jüdische WienerInnen lebten. Vor der Machtergreifung durch die Nazis stammte mehr als 40 Prozent der Bevölkerung aus jüdischen Familien. Der Name „Mazzesinsel“ zeugt davon. Es gab ein blühendes jüdisches Leben hier, eine Reihe von jüdischen Bühnen, Kaffeehäuser, jüdische Schulen, Synagogen und Bethäuser. Alleine im Karmeliterviertel bildeten 180 verschiedene Vereine ein Netzwerk, das alle Bereiche des Lebens umfasste.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Jüdische Wiener werden gezwungen, auf dem Boden aufgemalte Kruckenkreuze
der Vaterländischen Front abzuwaschen: Ecke Heinestraße/Taborstraße; März 1938.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Dieses Leben wurde mit einem Schlag vernichtet, die jüdischen Männer, Frauen und Kinder ihrer Rechte, ihrer Habe und wenn ihnen die Flucht nicht möglich war, auch ihres Lebens beraubt.

30.000 Menschen die hier gelebt haben, sind deportiert und ermordet worden. Diese Zahl beinhaltet auch die Menschen, die gezwungen wurden, ihre Wohnungen in anderen Wiener Bezirken, in Niederösterreich und dem Burgenland zu verlassen und sich hier in Sammelwohnungen einzufinden.
Verein Steine der Erinnerung - steinedererinnerung.net
Ein Großteil der Stationen beinhaltet folgende Elemente:
Gedenksteine Erklärungstafel
20 x 20cm
Wegmarkierung
 u. Richtungspfeil
Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt - Praterstraße, Tempelgasse, Czerningasse © verein Steine der Erinnerung - steinedererinnerung.net
Beispiel: Station 9 - Das Sammellager Kleine Sperlgasse 2a
© Verein Steine der Erinnerung - steinedererinnerung.net 
1. a) Erklärungstafeln (20x20cm)
dokumentieren das ehemalige jüdische Alltagsleben,
die jüdische Kultur und die Geschichte von Verfolgung und Deportation.
1. b) Steine der Erinnerung an ermordete jüdische EinwohnerInnen
2. c) Zu Beginn des Projekts wurden auch Wegmarkierungstafeln gesetzt.
Jeder „Stein“ ist 10x10cm, es werden häufig Blöcke mit vier Steinen in den Gehsteig verlegt. Die Zahl der Blöcke wird den örtlichen Gegebenheiten der Stationen angepasst. Viele Angehörige und Interessierte aus der ganzen Welt schreiben, um Steine für ihre Familienmitglieder zu setzen. Viele von ihnen kommen zu den Eröffnungen nach Wien. Eine ähnlich große Zahl von Steinen wird für die Menschen ohne Angehörige gesetzt. (Die Idee der ‚Stolpersteine’ stammt aus Deutschland)
Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt
Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt - Praterstraße © Erhard Gaub
Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt.
Der „Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt“ führt zu vielen für das frühere jüdische Leben in der Leopoldstadt bedeutsamen Orten und macht die Geschichte der Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung sichtbar.

Er berührt den Alltag des jüdischen Lebens und er gedenkt beispielhaft der vielen Menschen, die hier gelebt haben. Auf diese Weise wollen wir – Stein für Stein – symbolisch den von hier vertriebenen und ermordeten jüdischen EinwohnerInnen wieder einen Platz in ihrem Heimatbezirk geben; und den Angehörigen die Chance, ihre Eltern, Großeltern und Geschwister zu verewigen.

Durch unsere Beispiele wollen wir die Erinnerung an das jüdische Leben und an die von den Nazis zerstörte Kultur in der Leopoldstadt wach halten. Der „Weg der Erinnerung“ regt vorübergehende Menschen zum Denken an. Durch die Veränderung des öffentlichen Raums wollen wir zur Vergangenheitsbewältigung Wiens beitragen.
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Bereich Praterstraße, Tempelgasse, Czerningasse
Der "Weg der Erinnerung" in der Leopoldstadt vom Stein Nummer 1 "Leopldstädter Tempel" bis Stein Nummer 3a "Praterstraße 25"
und wieder vom Stein Nummer 36 "Praterstern"
bis zum Stein Nummer 41a "Czerningasse 3".
Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt - Praterstraße, Tempelgasse, Czerningasse © verein Steine der Erinnerung - steinedererinnerung.net 1. Tempelgasse 3-5:
Leopoldstädter Tempel
Zum Gedenken an alle jüdischen Menschen die in der Leopoldstadt ihre Heimat hatten. Zum Gedenken an alle die hier in Sammelwohnungen leben mussten.
Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt - Praterstraße, Tempelgasse, Czerningasse © verein Steine der Erinnerung - steinedererinnerung.net 1a. Tempelgasse 1
Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt - Praterstraße, Tempelgasse, Czerningasse © verein Steine der Erinnerung - steinedererinnerung.net 2. Praterstraße 36:
SchauspielerInnen der Jüdischen Bühnen
Zum Gedenken an die jüdischen Schauspieler und Schauspielerinnen der beliebten jüdischen Bühnen der Praterstraße.
Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt - Praterstraße, Tempelgasse, Czerningasse © verein Steine der Erinnerung - steinedererinnerung.net 2a. Praterstraße 26:
HausbewohnerInnen
Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt - Praterstraße, Tempelgasse, Czerningasse © verein Steine der Erinnerung - steinedererinnerung.net 3. Praterstraße 33:
Kaffeehäuser
Zur Erinnerung an die zahlreichen Kaffeehäuser der Praterstraße die für viele jüdische Menschen eine zweite Heimstatt war.
Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt - Praterstraße, Tempelgasse, Czerningasse © verein Steine der Erinnerung - steinedererinnerung.net 3a. Praterstr. 25:
Rolandbühne
Zum Gedenken an die 24 jüdischen Männer und Frauen die in diesem Haus gelebt haben und von den Nazis deportiert und ermordet worden sind.
  3b Zirkusgasse bis 35b Heinestraße
siehe: steinedererinnerung.net
Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt - Praterstraße, Tempelgasse, Czerningasse © verein Steine der Erinnerung - steinedererinnerung.net
Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt - Praterstraße, Tempelgasse, Czerningasse © verein Steine der Erinnerung - steinedererinnerung.net
36. Praterstern
Tegetthoff-Denkmal
Zum Gedenken an die Jüdinnen und Juden, die von den Nazis und deren Mitläufern im März 1938 gezwungen wurden, unter Hohn und Gelächter der umstehenden das Pflaster mit einer ätzenden Lauge zu reinigen.

36. Praterstern
Tegetthoff-Denkmal
 
Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt - Praterstraße, Tempelgasse, Czerningasse © verein Steine der Erinnerung - steinedererinnerung.net 37. Praterstraße 60:
Kaufleute
Zur Erinnerung an die vielen jüdischen Kaufleute und deren Familien. Sie wurden beraubt und vertrieben, viele von Ihnen deportiert und ermordet.
Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt - Praterstraße, Tempelgasse, Czerningasse © verein Steine der Erinnerung - steinedererinnerung.net 38. Praterstraße 50:
Sammelwohnungen
In diesem Haus mussten 107 Menschen auf engstem Raum in Sammelwohnungen leben, ehe Sie von den Nazis deportiert wurden. Nur 2 von Ihnen haben überlebt.
Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt - Praterstraße, Tempelgasse, Czerningasse © verein Steine der Erinnerung - steinedererinnerung.net 38. Praterstraße 50:
Sammelwohnungen
Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt - Praterstraße, Tempelgasse, Czerningasse © verein Steine der Erinnerung - steinedererinnerung.net 38a. Vor Nepomukkirche:
Gedenktafel der Kirche
In Verantwortung für die Geschichte gedenken wir der jüdischen Bevölkerung.
Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt - Praterstraße, Tempelgasse, Czerningasse © verein Steine der Erinnerung - steinedererinnerung.net 38b. Praterstraße 43:
HausbewohnerInnen
Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt - Praterstraße, Tempelgasse, Czerningasse © verein Steine der Erinnerung - steinedererinnerung.net 38c. Praterstraße 37:
HausbewohnerInnen
Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt - Praterstraße, Tempelgasse, Czerningasse © verein Steine der Erinnerung - steinedererinnerung.net 39. Czerningasse 7a:
HausbewohnerInnen
Aus diesem Haus wurden 70 jüdische Männer, Frauen und Kinder deportiert. Nur 6 von Ihnen haben überlebt.
Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt - Praterstraße, Tempelgasse, Czerningasse © verein Steine der Erinnerung - steinedererinnerung.net 39a. Praterstraße 42:
HausbewohnerInnen
Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt - Praterstraße, Tempelgasse, Czerningasse © verein Steine der Erinnerung - steinedererinnerung.net 39b. Czerninplatz 2:
HausbewohnerInnen
Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt - Praterstraße, Tempelgasse, Czerningasse © verein Steine der Erinnerung - steinedererinnerung.net 39c. Czerningasse 9:
HausbewohnerInnen
Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt - Praterstraße, Tempelgasse, Czerningasse © verein Steine der Erinnerung - steinedererinnerung.net 40. Czerninplatz 4:
Verein “Esther“
Zur Erinnerung an den Verein "Esther" zur Unterstützung armer jüdischer Bräute.
Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt - Praterstraße, Tempelgasse, Czerningasse © verein Steine der Erinnerung - steinedererinnerung.net 40a. Czerningasse 23:
HausbewohnerInnen
Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt - Praterstraße, Tempelgasse, Czerningasse © verein Steine der Erinnerung - steinedererinnerung.net 40b. Czerningasse 21:
HausbewohnerInnen
Zum Gedenken an die 34 jüdischen Frauen und Männer und die 2 Kinder die in diesem Haus gelebt haben und von den Nazis deportiert und ermordet worden sind.
Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt - Praterstraße, Tempelgasse, Czerningasse © verein Steine der Erinnerung - steinedererinnerung.net 40c. Czerningasse 12:
HausbewohnerInnen
Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt - Praterstraße, Tempelgasse, Czerningasse © verein Steine der Erinnerung - steinedererinnerung.net 41. Czerningasse 6:
Zum Gedenken an die jüdischen Ärzte und Ärztinnen die durch die Erforschung der Seelen einen bedeutenden Beitrag zur sozialen Medizin und zur Heilung von Krankheiten leisteten.
Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt - Praterstraße, Tempelgasse, Czerningasse © verein Steine der Erinnerung - steinedererinnerung.net 41a. Czerningasse 3:
HausbewohnerInnen
Der Erinnerungsweg ist ausschließlich im „öffentlichen Raum“ angelegt.
Er kann mit Hilfe des Folders und der Begleitpublikation auch ohne Begleitung begangen werden. Seit 2015 führt auch ein GPS-gesteuerter Multimedia-Guide zu den Steinen der Erinnerung. In Bild, Schrift und Ton erfährt man übers Smartphone oder Tablet die Geschichte der Personen, derer gedacht wird.
Ein GPS-Guide für Smartphone zu den Steinen der Erinnerung
http://steine-der-erinnerung.dort.pw/
Anfahrt:
Die erste Station des „Weges der Erinnerung“ (2, Tempelgasse 5)
kann mit der U1, Station Nestroyplatz, erreicht werden.
Verein Steine der Erinnerung
Wir sind ein kleiner, privater Verein und haben es uns zum Ziel gesetzt, der jüdischen Opfer des Holocausts zu gedenken und die Erinnerung an das jüdische Leben und die jüdische Kultur vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten wach zu halten. Dieses Gedenken wollen wir an den Orten, an denen jüdische WienerInnen gelebt haben, durch das Setzen von „Steinen der Erinnerung“ verankern.
Website Screenshot 2016: http://steinedererinnerung.net/
steinedererinnerung.net
 
 
 
 
 
Weg der Erinnerung
Der „Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt“ führt zu vielen für das frühere jüdische Leben in der Leopoldstadt bedeutsamen Orten und macht die Geschichte der Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung sichtbar.
Der Erinnerungsweg ist ausschließlich im „öffentlichen Raum“ angelegt.
Er kann mit Hilfe des Folders und der Begleitpublikation auch ohne Begleitung begangen werden. Seit 2015 führt auch ein GPS-gesteuerter Multimedia-Guide zu den Steinen der Erinnerung. In Bild, Schrift und Ton erfährt man übers Smartphone oder Tablet die Geschichte der Personen, derer gedacht wird.

steinedererinnerung.net

 
 
Im Etablissement Nestroy-Säle, das sich im unteren Teil des Hauses befand, 1899 eröffnet wurde und ein bekanntes Wiener Vergnügungsetablissements war, gab es ein Wirtshaus, eine Bierhalle, ein Restaurant in Form eines Wintergartens und im Keller die Tanzbar Sphinx sowie einen Theatersaal
Die Abendkassa hat an den Vorstellungstagen
ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn für Sie geöffnet.
2003 wurde eine Zwischendecke entfernt und dabei ein unversehrtes, zentrales Auditorium und eine Theaterbalkon-Ebene für mehr als 250 Personen entdeckt. Zwischen 2004 und 2007 fanden in unregelmäßigen Abständen kulturelle Veranstaltungen statt.
Nestroyplatz 1, 1020 Wien
Telefon: +43 (0) 189 00 314
E-Mail: contact@hamakom.at
www.hamakom.at
 
 
Johann Strauss
Wohnung
W i e n   M u s e u m
Johann Strauß (1825 – 1899) war der erfolgreichste Spross der Walzerdynastie und als solcher zwangsläufig der härteste Konkurrent seines Vaters. Er lebte in der kurz zuvor zur mondän-eleganten Praterstraße ausgebauten ehemaligen Jägerzeile in den Jahren 1863 bis 1870.
Die wichtigste mit dem Haus Nr. 54 verbundene Komposition ist das als "inoffizielle österreichische Hymne" bezeichnete Opus 314, der Walzer "An der schönen blauen Donau".
Zu den zahlreichen Exponaten der Musikerwohnung gehört eine kostbare Amati-Geige, welche einem Zertifikat von 1911 zufolge aus dem Besitz des Walzerkönigs stammt.
Praterstraße 54, 1020 Wien
Telefon: +43 (0)1 214 01 2
E-Mail: office@wienmuseum.at 
www.wienmuseum.at
 
 
Türkenbelagerung 1683
Die Hauptarmee der Osmanen traf am 13. Juli 1683 in Schwechat ein und am nächsten Tag wurde die Zeltstadt halbkreisförmig zwischen St. Marx und Oberdöbling errichtet. Die Prunkzelte Kara Mustafas standen auf der heutigen Schmelz.
Bild oben: Angriff der Türken von der Donau auf Leopoldstadt bei der Taborbrücke. Im Jahre 1683 publizierte Nicolaas Visscher II  eine Serie von 10 Drucken über die erfolglose  Belagerung Wiens durch die Türken im gleichen Jahre.
Am späten Nachmittag des 11. September wurde die Schlacht entschieden, als die Kavallerie, insbesondere die durch König Johann III. Sobieski geführte polnische Elitetruppe der Husaren (Hussaria) in einer Kavallerieattacke vom Berg herab ins feindliche Lager eindrang. Wien war gerettet.
 
 
 
 
 
 
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Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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