Weltmuseum Wien
Zuvor Museum für Völkerkunde
Heldenplatz - Neue Hofburg, 1010 Wien
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Die Neue Hofburg mit dem Eingang zum Weltmuseum, dem ehemaligen Museum für Völkerkunde.
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Das Weltmuseum Wien, zuvor Museum für Völkerkunde, ist ein ethnologisches Museum in der Wiener Hofburg. Es enthält Sammlungen aus allen Kontinenten. Zudem verfügt es über eine Bibliothek, ein Archiv und eine bedeutende Fotosammlung. Das Weltmuseum Wien befindet sich an einem der zentralsten Orte der Stadt, dem Heldenplatz, und ist im Corps de Logis der Neuen Hofburg untergebracht. 
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Eingang des ehemaligen Museum für Völkerkunde; Juli 2009.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Bereits im 16. Jahrhundert wurden in den sogenannten Kunst- und Wunderkammern ethnographische Objekte gesammelt. Bedeutende Stücke fanden sich etwa in der „Ambraser Sammlung“ von Erzherzog Ferdinand II. von Tirol, die in der Zeit der Napoleonischen Kriege nach Wien übersiedelt wurde.
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Blick vom Maria-Theresien-Platz auf das Corps de Logis
mit Völkerkundemuseum und Bildarchiv der ÖNB; um 1925.
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Zuwachs bekam die Sammlung v.a. durch im 18. und 19. Jahrhundert unternommenen Expeditionen und Reisen, etwa durch den Weltumsegler James Cook (1728–1779), den Naturforscher Johann Natterer (Österreichische Brasilien-Expedition 1817–1836) und durch die österreichische Fregatte „Novara“.
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Staatsbesuch von Kaiser Haile Selassie in Wien. Haile Selassie bei der Besichtigung
der Waffensammlung im Kunsthistorischen Museum; 1954..
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Ab 1876 wurden die Bestände der Anthropologisch-Ethnographischen Abteilung des „k. k. Naturhistorischen Hofmuseums“, des späteren Naturhistorischen Museums übernommen. Darunter befand sich auch die Sammlung des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand von Österreich-Este, der 1892/93 eine Weltreise unternommen hatte. Sie allein umfasst etwa 14.000 Objekte.
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Der Innenhof des Weltmuseums (ehemaliges Museum für Völkerkunde); Juli 2009.
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Am 28. Mai 1928 erfolgte schließlich die Eröffnung eines eigenen „Museums für Völkerkunde“ im ursprünglich als Wohntrakt geplanten Corps de Logis der Neuen Burg. In der Nachkriegszeit wurden entscheidende Umbaumaßnahmen vorgenommen. Dies ermöglichte eine Erweiterung des Programms, das durch zahlreiche Wechselausstellungen geprägt war. Schloss Matzen und die Kartause Gaming fungierten dabei als Außenstellen des Museums.
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Ausstellungsräume im ehemaligen Museum für Völkerkunde; Juli 2009.
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 Seit 2001 wird das Museum vom Kunsthistorischen Museum verwaltet. Nach umfangreicher Sanierung wurde es im Mai 2007 wieder eröffnet. Das gilt allerdings nur für Sonderausstellungen. Die Dauerausstellung ist inzwischen schon seit 2001 nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich. Im April 2013 wurde das Museum in Weltmuseum Wien umbenannt.
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Ausstellungsräume im ehemaligen Museum für Völkerkunde; Juli 2009.
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Das Museum besitzt über 200.000 ethnografische Objekte, 25.000 historische Fotografien und 136.000 Bücher zur Kultur und Geschichte außereuropäischer Völker.
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Totenmasken - Museum für Völkerkunde; Juli 2009.
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Neben der Sammlung von Cook, mit Objekten aus Ozeanien und Nordamerika, gibt es präkolumbische Federarbeiten wie Montezumas Federkrone, die große Sammlung Johann Natterers von der österreichischen Brasilien-Expedition, Bronzen aus dem westafrikanischen Königreich Benin sowie etwa 14.000 Objekte, die Thronfolger Franz Ferdinand auf seiner Weltreise zusammentragen ließ.
Der Medusenschild von Kaiser Karl V. 1500 - 1558.
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Die neu konzipierten Schausammlungen:
Das Herzstück des neuen Museums wird die von Grund auf neu konzipierte Schausammlung sein. In 14 Sälen, die sich wie eine Perlenkette von Geschichten aneinanderreihen, werden die zentralen Bestände gezeigt und aus zeitgemäßer Sicht interpretiert. Wir möchten Ihnen die Gelegenheit geben, diese Säle nach und nach zu entdecken und schon jetzt einen Vorgeschmack auf dieses große Vorhaben zu bekommen. In jedem präsentierten Saal kann man Objekte aktivieren und sie damit besser kennenlernen - ebenso wie den Kurator/die Kuratorin dahinter.
Ein Dorf in den Bergern
© ARGE Ralph Appelbaum Associates / Hoskins Architects
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Dieser Ausstellungsraum erzählt über das Leben in einem Dorf im Himalaya. Dabei liegt die Betonung auf den Beziehungen zwischen den Dorfbewohnern und zwischen religiösen Vorstellungen und profanem Handeln. Diese Beziehungen führten in der musealen Erzählung zum Modell eines fiktiven Dorfes mit seinen verschiedenen Orten, an denen Menschen leben und handeln: Der Herd ist der Fokus des familiären und sozialen Lebens. Der Hausaltar verbindet die Familie mit den Göttern. Auf den Feldern erwirtschaftet die Familie ihren Lebensunterhalt.
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Ausstellungsobjekte im ehemaligen Museum für Völkerkunde; Juli 2009.
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Auf Almen halten meist junge Mitglieder der Familie deren Vieh. In Tempeln streben Mönche nach Erleuchtung und stimmen die Götter gnädig. Weit weg vom Dorf streben Yogis nach spirituellen Einsichten.Heilige Berge wachen über diese Welt. Erst das Zusammenspiel von menschlichem Handeln an all diesen Orten und die vielfältigen religiösen Vorstellungen verleihen der Welt der Bergbewohner ihren Sinn und ermöglichen ein Leben im Himalaya.
Im Schatten des Kolonialismus
© ARGE Ralph Appelbaum Associates / Hoskins Architects
© ARGE Ralph Appelbaum Associates / Hoskins Architects
Zwischen 1500 und 1920 geriet der Großteil der Welt unter Kontrolle fremder Mächte, die durch Herrschaft, Ausbeutung und Kulturkonflikte geprägt war. Vor diesem Hintergrund entfalteten ethnographische Museen im 19. und 20. Jh. ihre volle Blüte und prägten stereotype Vorstellungen von kolonialisierten Kulturen mit. Auch unser Haus profitierte von kolonialer Expansion, und so erzählen Erwerbsgeschichten mancher Objekte von brutaler Aneignung und kolonialer Gewalt. Während nach dem 2. Weltkrieg Kolonien sukzessive ihre Unabhängigkeit erstritten oder in diese entlassen wurden, waren diese Veränderungen nicht zeitgleich in ethnographischen Museen erkennbar. Zögerlich wurden die liebgewonnenen, scheinbar zeitlosen Vorstellungen vom „Eigenen“ und „Fremden“ erst ab den 1980er Jahren hinterfragt. Heute versuchen wir uns der Vielfältigkeit unserer kolonialen Vergangenheit zu stellen. Die Art und Weise, wie wir in der Gegenwart mit den Sammlungen und den mit ihnen verbundenen Menschen umgehen, zeigt zukünftigen Generationen, wer wir heute sind.
1873 – Japan kommt nach Europa
© ARGE Ralph Appelbaum Associates / Hoskins Architects
© ARGE Ralph Appelbaum Associates / Hoskins Architects
Die Wiener Weltausstellung 1873 markierte einen besonderen Moment in der Geschichte Japans. Zum ersten Mal präsentierte sich das Land in großem Umfang selbst einer Weltöffentlichkeit. Japan befand sich in einer Umbruchsphase und hatte nach einer von außen erzwungenen Öffnung und einer inneren Umstrukturierung des Landes durch die Abschaffung des alten Feudalsystems im Zuge der Meiji-Restauration großes Interesse, sich mit den industriellen Errungenschaften europäischer Staaten auseinanderzusetzen und sich selbst als modernen Staat in diese einzureihen. Eine in Japan gebildete Kommission, der auch Ausländer wie die Brüder Alexander und Heinrich von Siebold angehörten, stellten gemäß des offiziell herausgegebenen Katalogs über 6000 Objekte zusammen.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Ausstellungsobjekte im ehemaligen Museum für Völkerkunde; Juli 2009.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Ein Höhepunkt der Wiener Weltausstellung war dem Thema der Architektur gewidmet und Japan schickte eine Reihe von Architekturmodellen, von denen sich die meisten in der Sammlung des Weltmuseums Wien befinden. Das zentrale Objekt dieses Raumes stellt ein einzigartiges Modell einer Daimyô-Residenz der Edo-Periode (1600–1868) dar; es war eines der größten Ausstellungsstücke im damaligen Japan-Pavillon. Zur Illustration einer Residenz eines Lehensfürsten und Mitglied der japanischen Kriegerelite dienen Objekte aus der Sammlung des Museums, die sich in einer solchen Residenz befunden haben könnten.
Drei Habsburger und die exotische Fremde
© ARGE Ralph Appelbaum Associates / Hoskins Architects
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Eine frühneuzeitliche Keimform des modernen Tourismus war die sogenannte „Kavalierstour“, deren Ziel der Abschluss der Erziehung eines jungen Adeligen war. Sie sollte ihn für die „richtigen“ Verhaltensweisen eines standesgemäßen Alltags „sozialisieren“. Neben ständischer „Weltläufigkeit“ sollte er allem voran „Kultur“ erwerben. Dass Adelshäuser sukzessive ihre Sammlungen „gebildeten Schichten“ öffneten, ist vor diesem Hintergrund nicht als selbstloser Akt zu verstehen, sondern als Mittel zur Betonung der monarchischen Qualitäten.
Ausstellungsobjekte im ehemaligen Museum für Völkerkunde; Juli 2009.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Auf diese Weise inszenierten sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch Angehörige des Hauses Habsburg durch die Öffnung ihrer Sammlungen als „Erzieher ihres Volkes“ und legitimierten somit ihre Vormachtstellung im Staat. Die Entsendung eines führenden Familienmitgliedes diente dem Haus Habsburg zudem dazu, das besondere Interesse der Donaumonarchie an anderen Weltregionen zu demonstrieren. In der nach außen gerichteten adeligen Selbstdarstellung durch wertvolle oder „exotische“ Gegenstände als Zeichen höchster Kultiviertheit und Zivilisiertheit liegt ein bislang wenig beachteter Ursprung unserer musealen Institution.
Südsee-Expeditionen
© ARGE Ralph Appelbaum Associates / Hoskins Architects
© ARGE Ralph Appelbaum Associates / Hoskins Architects
Lange bevor sich europäische Expeditionsschiffe in pazifische Gewässer wagten, erkundeten Seefahrer aus Ost- und Südostasien die Südsee und besiedelten mit ihren Familien die Inselwelten Melanesiens, Mikronesiens und Polynesiens. Die Zielsetzungen europäischer Entdeckungsreisen der Neuzeit waren nicht nur die „Entdeckung“ und Erschließung unbekannter Erdgebiete, sondern auch die Vermessung und koloniale Eroberung der Welt.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Wien Völkerkundemuseum: Trophäe eines Kopfjägers aus Borneo; 1952.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Vier europäische Forschungsexpeditionen in die Südsee, die mit der österreichischen Museumsgeschichte eng verknüpft sind, erzählen von ereignisreichen Begegnungen mit den Bewohnern der pazifischen Inselwelt, die von Wertschätzung und Respekt, aber auch von zwischenmenschlichen Begehrlichkeiten und blutigen Auseinandersetzungen geprägt waren.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Ausstellungsobjekte im ehemaligen Museum für Völkerkunde; Juli 2009.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Zahlreiche Gebrauchsgegenstände und Ritualobjekte, Tagebuchaufzeichnungen, Reiseillustrationen, Skizzen und Fotografien erinnern an erste Kontaktnahmen, rege Tauschgeschäfte und gegenseitige Gastfreundschaft, aber auch an Gewalt, Widerstand und jahrhundertelange Fremdbestimmung. Viele museale Gegenstände sind daher bis heute von großer historischer und spiritueller Bedeutung für die Menschen der Südsee.
Wiener Schule
© ARGE Ralph Appelbaum Associates / Hoskins Architects
© ARGE Ralph Appelbaum Associates / Hoskins Architects
Mit seinem Buch „Die Stellung der Pygmäenvölker in der Entwicklungsgeschichte des Menschen“ gab Pater Wilhelm Schmidt 1910 das Leitthema für die noch junge ethnologische Wissenschaft in Wien vor. In heutigen Jäger-Sammler-Gesellschaften glaubte er Nachfahren der sogenannten „Urkultur“ zu erkennen und schickte daher seine Schüler Pater Paul Schebesta und Pater Martin Gusinde auf Feldforschung aus, um Beweise für seine teilweise umstrittenen Theorien zu finden. Als Mitglieder eines Missionsordens standen sie allerdings häufig im Verdacht, mehr an der Verteidigung der katholischen Soziallehre interessiert zu sein, als an objektiver Wissenschaft.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Ausstellungsobjekte im ehemaligen Museum für Völkerkunde; Juli 2009.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Nicht zuletzt Schmidts gesellschaftspolitischer Kampf gegen das „Rote Wien“ und Sigmund Freuds Psychoanalyse unter Berufung auf „ethnologische Tatsächlichkeiten“ führten zu einer Vermischung von Politik, Glaube und Wissenschaft, in welcher Jäger-Sammler-Gesellschaften eine besondere Bedeutung beigemessen wurde. Wenn auch die damals zugrundeliegenden Theorien heute als überholt gelten, so sind doch die daraus hervorgegangenen Sammlungen in ihrem Umfang und Alter einzigartig.
Orientalia
© ARGE Ralph Appelbaum Associates / Hoskins Architects
© ARGE Ralph Appelbaum Associates / Hoskins Architects
Wien: Das ist der Orient vor der Haustür. Nach einem pointierten Ausspruch Metternichs begann nur wenige Meter von seinem Palais am heutigen Rennweg entfernt Asien. Doch die Geschichte der Begegnungen zwischen Okzident und Orient ist seit alters her geprägt von wechselseitiger Stereotypisierung des Anderen sowie einem idealisierenden Selbstbild. Für Orient wie Okzident gilt, dass bei genauerem Hinsehen im Bild des Anderen Sehnsüchte erkennbar werden, die man in der jeweils eigenen Kultur zu verdrängen gelernt hat.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Ausstellungsobjekte im ehemaligen Museum für Völkerkunde; Juli 2009.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
 Neben der handelspolitischen, militärischen, wissenschaftlichen und touristischen Erschließung des Orients durch Österreich-Ungarn führt dieser Saal den Besuchern das komplexe Gemenge wechselseitiger Einschätzung vor Augen. Die im 19. Jahrhundert entstandene Orient-Sammlung des Weltmuseums Wien spiegelt zum einen die wirtschaftliche und kulturelle Ausrichtung Wiens auf den Orient wider, zum anderen vergegenständlichen sich in der Lebensgeschichte einzelner Sammlerpersönlichkeiten jene Anzeichen von Nähe und Gemeinsamkeit zwischen Orient und Okzident, die, von großen Auseinandersetzungen überschattet, allzu oft unbemerkt bleibe.
In eine Neue Welt - Nordamerika
© Weltmuseum KHM-Museumsverband - www.weltmuseumwien.at
© Weltmuseum KHM-Museumsverband - www.weltmuseumwien.at
Die Nomaden- und Reiterkulturen der Großen Grasebenen Nordamerikas wurden im Laufe der Zeit zu einem Archetyp sowie Stereotyp der „American Indians“, hoch zu Ross, kriegerisch und Büffel jagend. Tatsächlich entwickelte sich diese Lebensform jedoch erst nach der Einführung des europäischen Pferdes in Amerika. So dominant diese Bilder in der Vorstellung der Öffentlichkeit auch sein mögen, waren die Kulturen der Great Plains keineswegs die einzige Tradition in Nordamerika. In den verschiedenen Gebieten des Kontinents waren auch völlig andere Sitten und Bräuche zu finden. Von den Urwäldern im Osten und durch die Grasebenen im Zentrum, über die Rocky Mountains zu den gemäßigten Regenwäldern im Westen, bis hin zur Polarwüste im Norden: die Bevölkerungen dieser vier Regionen legen dar, wie unterschiedlich und dynamisch die Kulturen Nordamerikas immer schon waren und bis heute geblieben sind. Trotz Unterdrückung und Zerstörung sind sie nach wie vor sehr lebendig. Die ausgestellten Objekte zeigen, dass traditionelle Materialien und Formen noch immer benutzt und hergestellt werden.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Völkerkundemuseum Wien: Mexikanische Plastik, Zaptotekischer Häuptling; 1952.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Nichtsdestotrotz werden Anpassungen und Innovationen auch weiterhin eingeführt. In der heutigen Zeit kommen weitere indigene Identitäten über neue Medien zum Ausdruck und finden sich auf Objekten wie Baseballkappen mit der Aufschrift „Native Pride“ oder auf nationalen Fahnen mit Symbolen zu Stammesidentität wieder. In Folge verschmilzt das Traditionelle mit dem Nicht-Traditionellen zu einem gemeinsamen Ergebnis, um somit einen Weg innerhalb und außerhalb der Stammeswelt zu ermöglichen. Die Wiener Sammlung präsentiert exemplarisch sowohl alte als auch sich verändernde Traditionen.
Website Screenshot 2017: http://www.weltmuseumwien.at/
Weltmuseum Wien
Zuvor Museum für Völkerkunde
Heldenplatz - Neue Hofburg, 1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 534 30 - 5052 oder 5053
E-Mail: info@weltmuseumwien.at
Öffnungszeiten:
Derzeit ist das Weltmuseum Wien geschlossen
und wird von Grund auf neu gestaltet. Wir bitten um Verständnis, dass es weder Ausstellungen noch Kulturvermittlungsprogramme gibt. Freuen Sie sich mit uns auf die Neueröffnung im Herbst 2017, auf ein Haus mit internationaler Strahlkraft!
Erreichbarkeit:
Vom Hauptbahnhof:
Straßenbahnlinie D bis Station Burgring
Vom Westbahnhof:
U-Bahn-Linie U3 bis Station Volkstheater
Öffentliche Verkehrsmittel:
U2, U3, D, 1, 2, 2A, 57A
www.weltmuseumwien.at
 
 
 
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Kaiserappartements
Während in den meisten Räumlichkeiten heute die verschiedensten Museen, aber auch Ämter, Ministerien und nicht zuletzt die Präsidentschaftskanzlei untergebracht sind, können im Reichskanzleitrakt und der Amalienburg die ehemaligen Appartements des Kaiserpaares Franz Joseph und Elisabeth besichtigt werden.
  Die Ausstattung und Möblierung stammt größtenteils aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, der Keramiköfen gehören zum Großteil zur Originalausstattung des 18. Jahrhunderts und wurden ursprünglich mit Holz geheizt.
Der Zugang zum Sisi Museum und den Kaiserappartements erfolgt über die prunkvolle Kaiserstiege, über die auch der Kaiser seine Gemächer betrat. Hier erwarten Sie zwei Räume, die über die Familie Habsburg und Habsburg- Lothringen sowie über die Baugeschichte der Wiener Hofburg informieren.
Heldenplatz - Neue Burg, 1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 525 24 4602
 
 
 
 
Römermuseum
Römische Ruinen Hoher Markt
Der Ausbau der Außenstelle „Römische Ruinen Hoher Markt“ zum Römermuseum erlaubte, nicht nur die Geschichte der Ausgrabungen, sondern auch die Geschichte Wiens in der Römerzeit darzustellen.
 Der Schwerpunkt liegt nicht mehr allein auf dem römischen Legionslager, das sich einst zwischen Donaukanal und Graben erstreckte und dessen direkten Bezug man noch immer im Untergeschoss mit den Resten der Tribunenhäuser sehen kann, sondern auch auf die Lagervorstadt und die Zivilstadt, die im heutigen 3. Bezirk lag.
So wird sowohl das militärische Leben als auch das zivile Leben dargestellt. Aufgrund des begrenzten Platzes liegt das Hauptaugenmerk des Römermuseums auf dem 2. und 3. Jahrhundert, der Blütezeit Vindobonas.
Hoher Markt 3, 1010 Wien
Telefon: +43 1 535 56 06
 
 
 
 
 
 
 
 
Bestattungsmuseum
Das Bestattungsmuseum vermittelt mit seinen Originalobjekten und dem historischen Bildmaterial Wissen über die Wiener Bestattungs- und Friedhofskultur. Es präsentiert zudem die typisch wienerische Art, mit dem Tod umzugehen.
"Die schöne Leich" ist nicht nur ein aufwändiges Leichenbegängnis. Sie ist auch Ausdruck einer Lebenshaltung. Die einzigartige Lage des Museums auf dem zweitgrößten Friedhof Europas, dem Wiener Zentralfriedhof, lädt zu einem anschließenden Rundgang ein.
Auf 300 Quadratmetern entstand unter der historischen Aufbahrungshalle 2 am Wiener Zentralfriedhof ein zeitgemäßes, modernes und interaktives Museum. Mehr als 250 Originalobjekte sowie vielfach zum ersten Mal ausgestelltes Bildmaterial warten darauf, entdeckt zu werden.
Nächster Eingang über Tor 2
Simmeringer Hauptstr. 234
Telefon: +43 (01) 760 67
 
 
 
 
Historischer Originalschauplatz
2000 Jahre Wiener Geschichte lebendig gemacht
ein Rundgang durch 1.300m2 Erlebnisfläche - humorvoll begleitet durch Tourguides - mit 5D Kino, Animatronic Shows, Musik und Spezialeffekten
Time Travel Vienna richtet sich an Menschen jedes Alters, an Einheimische und Touristen, an alle, die etwas über die Geschichte Wiens erfahren wollen. Die Shows dauern 50 Minuten, sind kompakt und spannend aufbereitet, humorvoll begleitet von Tourguides.
Habsburgergasse 10A, 1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 5321514
www.timetravel-vienna.at
 
 
Johann Strauss
Wohnung
W i e n   M u s e u m
Johann Strauß (1825 – 1899) war der erfolgreichste Spross der Walzerdynastie und als solcher zwangsläufig der härteste Konkurrent seines Vaters. Er lebte in der kurz zuvor zur mondän-eleganten Praterstraße ausgebauten ehemaligen Jägerzeile in den Jahren 1863 bis 1870.
Die wichtigste mit dem Haus Nr. 54 verbundene Komposition ist das als "inoffizielle österreichische Hymne" bezeichnete Opus 314, der Walzer "An der schönen blauen Donau".
Zu den zahlreichen Exponaten der Musikerwohnung gehört eine kostbare Amati-Geige, welche einem Zertifikat von 1911 zufolge aus dem Besitz des Walzerkönigs stammt.
Praterstraße 54, 1020 Wien
Telefon: +43 (0)1 214 01 2
www.wienmuseum.at
 
 
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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