12. Bezirk Meidling
Fläche: 8,16 km²
Einwohner: 95.955 (1. Jänner 2017)
Bevölkerungsdichte: 11.759 Einw./km²
Bezirksamt:   Schönbrunner Straße 259, 112 Wien
Grafik: WStLA
Das Bezirkswappen von Meidling setzt sich aus fünf Teilen zusammen. die Grundfarben in den Wappenschildern sind rot, silber, blau und gold. Auf vier Wappenschildern liegt ein Herzschild auf. Die einzelnen Wappenschilder stehen für die Bezirksteile Untermeidling, Gaudenzdorf, Hetzendorf, Obermeidling und Altmannsdorf.
Eine aus den Wellen wachsende Nymphe und der römische Altarstein repräsentieren Untermeidling. Der Name ist 1146 als "Mwerlingen", in einer Abschrift von 1183 als "Muerlingen" belegt. Die Wurzeln sind unklar. Vermutet wird eine Ableitung aus dem Mittelhochdeutschen "Were" (Besitz, Befestigung).
Der Heilige Johannes Nepomuk symbolisiert den Bezirksteil Gaudenzdorf. Der sehr junge Bezirksteil wurde erst ab 1812 bebaut. Der Ort wurde nach dem Probst Gaudenz Andreas Dunkler benannt.
Das Kreuz des Deutschen Ritterordens steht für Hetzendorf. "Hercendorf" ist 1156 erstmals urkundlich belegt. Der Name stammt von einem Mann Namens "Herco", nach dem das ehemalige Dorf benannt war.
Ein goldenes Mühlrad und ein grüner Berg stehen für den Bezirksteil Obermeidling. Dieses steht für die früher hier situierten Mühlenbetriebe an der Wien.
Ein schwarzer Rabe mit einem goldenen Ring im Schnabel, Symbol des Heiligen Oswald, steht für Altmannsdorf. Der Name "Altmannidorf" wurde erstmals im zwölften Jahrhundert erwähnt. Er leitet sich vermutlich von Bischof Altmann von Passau ab.
Wien 12, Wienfluss. Regulierungsarbeiten gelegentlich der Erbauung der Stadtbahn im
Abschnitt Meidling. Blick von der Schönbrunner- gegen die Lobkowitzbrücke; um 1898.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Meidling ist der 12. Wiener Gemeindebezirk und liegt südwestlich des Stadtzentrums. Der 12. Bezirk liegt im Südwesten Wiens, etwa 5 bis 10 km von der Inneren Stadt entfernt. Topografisch erstreckt er sich vom Wiental südlich des Wienflusses in die Ebene zwischen dem Wienerberg im 10. Bezirk und dem Grünen Berg, dem Schlosshügel von Schönbrunn, im 13. Bezirk.
Wien 12, Wienerbergstraße; 1939.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Wien 12, Verbindungsbahn. Teilansicht der Strecke bei Meidling mit Zug.
Als Triebfahrzeug fungiert die BBÖ 229.139 (nachmalige DRB/ÖBB 75.739); 1929.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Unter dem Namen Murlingen ist der Ort Meidling schon seit dem Jahr 1104 nachweisbar. Ursprünglich gehörte der Grund zum Großteil dem Stift Klosterneuburg. Im Mittelalter wurde in Meidling hauptsächlich Feld- und Weinbau betrieben. 1755 entdeckte man eine schwefelhaltige Quelle, woraufhin die Gegend um das Theresienbad zu einem beliebten Ausflugsziel für die Wiener wurde.
Wien 12, Wilhelmstraße 282; Geflügelmarkt beim 'Hasen'; um 1900.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Am Ende des 18. Jahrhunderts siedelte sich immer mehr Industrie an, was den Charakter des Ortes völlig änderte. Dies führte 1806 zur Teilung der inzwischen schon recht groß gewordenen Gemeinde in Obermeidling und Untermeidling. In Untermeidling entwickelte sich auf altem Ziegelei-Gelände eine eigene Siedlung, die 1846 unter dem Namen Wilhelmsdorf abgetrennt wurde. 1819 entstand entlang des Linienwalls, an dessen Stelle um 1900 der Gürtel als mehrere Bezirke verbindende Hauptstraße entstand, der Vorort Gaudenzdorf, in dem sich wegen der Lage an der Wien zahlreiche Färber, Gerber und Wäscher ansiedelten.
1120, Hetzendorfer Pfarrkirche. Gesamtansicht von rechts; um 1910.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
 Der Ort Altmannsdorf wurde 1314 zum ersten Mal urkundlich erwähnt und hatte lange Zeit ländlichen Charakter. 1190 kam es zur Erstnennung von Hetzendorf, nach dem Henricus von Hetzendorf es als landesfürstlichen Lehen erhalten hatte. Später kam es in den Besitz des Stiftes Klosterneuburgs und des Deutschen Ritterordens. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zu einer Villensiedlung. Mit 1. Jänner 1892 wurden alle diese Gemeinden zum 12. Wiener Gemeindebezirk Meidling vereinigt, der einen typischen Arbeiterbezirk darstellte.
Wien 5, Margaretengürtel; Überblick von der "Ersten Wiener gewerblichen
Fortbildungsschule" über den Margaretengürtel in Richtung Matzleinsdorfer
Frachtenbahnhof. Aufnahme von erhöhtem Standort; um 1912.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Wien 12, Böckhgasse. Blick auf Gemeindebauten; 1939.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
  Der Wienfluss wurde 1895–1900 reguliert (siehe auch: Rechte Wienzeile), der Linienwall beim Gürtel ab 1894 abgetragen. 1907 wurde „Neu-Margareten“, ein Teil des 5. Bezirks westlich des Gürtels, in den 12. Bezirk transferiert. 1898 wurde der Bezirk mit der Station Meidling Hauptstraße an das Stadtbahnnetz angeschlossen. Seit 1980 verkehrt hier die U-Bahn-Linie U4.
Wien 12, Marktplatz; Motiv mit Brunnen; 1927.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Seit 1989 sind die neuen U-Bahn-Stationen Längenfeldgasse (Linien U4 und Linie U6), Niederhofstraße und Bahnhof Meidling (bis 2013 Philadelphiabrücke), beide U6, in Betrieb, 1995 kamen die Stationen Tscherttegasse und Am Schöpfwerk dazu, als die Straßenbahnlinie 64 nach Siebenhirten (23. Bezirk) auf U6-Betrieb umgestellt wurde.
Wien 12, Philadelphiabrücke; Nach der Eröffnung; 1910.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Wien 12, Haydnpark; Durchblick Richtung Reumannhof; nach 1926.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
 Im Straßenverkehr wurde bis 1978 der so genannte Altmannsdorfer Ast der Südosttangente (A23) gebaut, der von der Altmannsdorfer Straße die Zufahrt zur Südautobahn A2 und zur Tangente Richtung Nordosten ermöglicht. Die Meidlinger Hauptstraße wurde 1994 als Fußgängerzone eröffnet. Die westlich und südlich des Bahnhofs Wien Meidling befindlichen Gleisanlagen der ÖBB wurden für Schnellverkehr erweitert und umgebaut, da seit 2012 die Gleise des Lainzer Tunnels in diesen Bahnhof und die angeschlossene Donauländebahn führen.
Wien 12, Schönbrunnerstraße 151; Altes Hofbräuhaus; 1902.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Wien 12, Schönbrunnerstraße 151; Altes Hofbräuhaus; 1902.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
 Im Bereich des Gürtels entstanden in den 1920er Jahren viele, „Gemeindebauten“ genannte, kommunale Wohnhausanlagen. Die Gebiete von Hetzendorf und Altmannsdorf blieben ländlich geprägt, doch entstanden in der Zeit des Roten Wiens Reihenhaussiedlungen und nach dem Zweiten Weltkrieg ausgedehnte Wohnhausanlagen. Die größte Parkanlage des Bezirksgebietes ist der (teilweise öffentlich zugängliche) Park von Schloss Hetzendorf, gefolgt vom Haydnpark mit rund 26.500 m² Fläche auf dem Gelände des ehemaligen Hundsturmer Friedhofs, der 1874 geschlossen und 1926 als Parkanlage eröffnet wurde.
Die Pfarrkirche hl. Oswald am Khleslplatz in Altmannsdorf.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Bwag
Vom ursprünglichen Friedhof ist lediglich der Grabstein des Komponisten Joseph Haydn erhalten. Rund halb so groß ist der Wilhelmsdorfer Park, der wegen seiner Lage an der Deckergasse auch Deckerpark genannt wird. Bereits 1909 gab es hier eine kleine öffentliche Grünfläche, die nach der Auflösung eines Schienenlagers der Wiener Linien um 1980 erweitert und 1990 neu gestaltet wurde.
Schöpfwerk von Alterlaa aus gesehen.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Thomas Ledl
 In nächster Nähe liegt der etwa gleich große Steinbauerpark, der zwischen der Längenfeldgasse und der Malfattigasse liegt und 2003 neu eröffnet wurde. Eine ähnlich große Fläche umfasst die „Stadtwildnis Gaudenzdorfer Gürtel“, eine Ruderalfläche zwischen dem Wiener Gürtel und der Linken Wienzeile.
Liebknechthof (1926/27) von Karl Krist in Wien-Meidling, Seite Böckhgasse.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Buchhändler
Fuchsenfeldhof.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Thomas Ledl
An der Bezirksgrenze zu Hietzing am Grünen Berg befindet sich die Marillenalm, ein naturnaher, großteils bewaldeter Park, der auch Obstbäume umfasst. Kleinere Parks bestehen zudem um das Theresienbad (Theresienbadpark und Christine-Busta-Park) und an der Arndtstraße (Hermann-Leopoldi-Park). Der Hermann-Leopoldi-Park verfügt über einen Universal-Ballspielplatz, einen Volleyballplatz mit Sand, einen Kinderspielplatz und einen mediterranen Bocciaplatz.
Grüngürtel am Margaretengürtel; Rechts die Häuserfront des Margaretengürtels.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Hjanko
Da das Bezirksgebiet aus mehreren ehemaligen Gemeinden besteht, existieren in Meidling heute noch mehrere der ursprünglichen Ortsfriedhöfe. Die größte Fläche nehmen dabei der Meidlinger Friedhof und der Südwestfriedhof ein. Ebenfalls in Meidling liegen der Hetzendorfer Friedhof und der Altmannsdorfer Friedhof.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Meidling" der
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Grinzing
Kaiser Probus ist schuld daran, dass schon 276 n.Chr. die ersten Weinstöcke auf den Hügeln rund um Grinzing gepflanzt wurden. Diese botanische Nebenbeschäftigung der römischen Legionäre brachte dem kleinen Dorf vor den Toren Wiens Wohlstand und viel, viel später sogar internationale Berühmtheit - denn in dieser anmutigen Landschaft wächst ein vorzüglicher Wein!
Um bei allen kriegerischen Auseinandersetzungen der letzten 700 Jahre gelegentlich ungeschoren davonzukommen, legten die Grinziger Weinbauern von ihren Weinkellern aus unterirdische Fluchtwege an, die sie bis in ihre geliebte Grinzinger Kirche brachten.
Auch das ehemalige "Alte Preßhaus", Grinzings älteste Weinschänke, besaß einen Gang unter der Erde. Seit 1527 wurde in dem mächtigen, eindrucksvollen Keller der "junge Wein" ausgeschenkt.
Vor einer prachtvollen, 250 Jahre alten Weinpresse und großen, alten Fässern konnte man hier Heurigengemütlichkeit erleben. Diese typische Wiener Geselligkeitsform, seit Maria Theresias Zeiten als "Heuriger" amtlich bezeichnet, ist für den Wiener ein kleines, zeitloses Stückchen Glück.
 
 
Citybike Wien
Das Citybike Wien ist ein großflächig angelegtes Fahrradverleihsystem in Wien, das vom Werbeunternehmen Gewista betrieben wird. Citybike ist eine Ergänzung zu öffentlichen Verkehrsmitteln und ist nicht für die Nutzung über einen längeren Zeitraum gedacht.
Die Benutzung des Rades ist für die erste Stunde gratis. Die zweite Stunde kostet 1 Euro, die dritte 2 Euro, ab der vierten Stunde kostet es vier Euro.
Möchten Sie Ihre Bankomat-/Kreditkarte nicht nutzen, oder mehrere Karten erhalten, mit denen Sie Citybike Wien nutzen können, sind Sie bei der Citybike Card richtig, Voraussetzung dafür ist lediglich ein österreichisches Bankkonto. Sie können sich online für eine Citybike Card anmelden.
www.citybikewien.at
 
 
 
 
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