16. Bezirk Ottakring
Fläche: 8,65 km²
Einwohner: 104.323 (1. Jänner 2017)
Bevölkerungsdichte: 12.060 Einw./km²
Bezirksamt:   Richard-Wagner-Platz 19, 1160 Wien
Grafik: WStLA
Das Wappen des 16. Bezirks symbolisiert die ehemals selbständigen Gemeinden Ottakring und Neulerchenfeld.
Das Wappen von Ottakring erinnert an die Zeit vor 1848, als das Stift Klosterneuburg die Rechte der Grundherrschaft über das Dorf ausübte. Ottakring war zum Großteil seit 1777 im Besitz des Schottenstiftes.
Das Wappen von Neulerchenfeld zeigt drei Vögel (Lerchen) und einen Baum (Lärche). Im Wappen spiegeln sich die beiden Ansichten über die Entstehung des Wortes Lerchenfeld wider. Die einen leiten den Namen von einer Gepflogenheit des kaiserlichen Hofes ab. Dieser soll einst auf den weiten Feldern dieses Gebietes dem Lerchenfang gehuldigt haben. Die anderen führen die Bezeichnung auf einen Lärchenwald zurück, der sich angeblich zwischen Ottakring und dem Neudeggergrund ausgebreitet hat. In beiden Fällen handelt es sich um Vermutungen.
Ottakring und Umgebung um 1872 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme).
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Ottakring ist der 16. Wiener Gemeindebezirk und wurde 1892 aus den selbständigen Gemeinden Ottakring und Neulerchenfeld gebildet. Der noch in der Nachkriegszeit Verslumungstendenzen aufweisende Bezirk im Westen der Hauptstadt erfuhr seit der Jahrtausendwende einen Aufschwung.
Wien 16, Kreitnergasse 29-31; Arbeiterheim Ottakring; 1937.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die zentrumsnahen Bezirksteile profitierten von einer Revitalisierung öffentlicher Räume und der Etablierung eines regen Kulturbetriebs, während die Eröffnung der U3-Endstelle in Alt-Ottakring einen für die äußeren Bezirksteile wichtigen Impuls brachte.
Wien 16, Ottakring. Blick von der Mareschgasse 24 über den Rohrauer Park gegen
die Huttengasse, Altottakringer Pfarrkirche und Wilhelminenberg; 1931.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Als charakteristisch für den traditionellen Arbeiterwohn- und Industriebezirk Ottakring wird heute seine Multikulturalität und wachsende Urbanität gesehen, was Beobachter öfters zu Vergleichen mit Berlin-Kreuzberg verleitet. Der Bezirk Ottakring liegt im Westen Wiens, eingebettet zwischen dem Lerchenfelder Gürtel und den Wienerwald-Hügeln. Im Norden grenzt Ottakring an Hernals, im Osten an die Josefstadt und Neubau und im Süden an Rudolfsheim-Fünfhaus und Penzing.
Wien 16, Ludo Hartmann-Platz 7; Volkshochschule Ottakring; um 1900.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Höchste Erhebung ist mit 449 Metern der Gallitzinberg, auch Wilhelminenberg genannt, auf dem die Jubiläumswarte steht. An der Ostschulter des Gallitzinbergs entspringt im Liebhartstal der heute kanalisierte Ottakringer Bach. Er floss ursprünglich entlang der heutigen Linie Ottakringer-Straße/Abelegasse/Thaliastraße und erreichte über die Lerchenfelder Straße, den Minoritenplatz und den Tiefen Graben den heutigen Donaukanal. Die Bebauung des Bezirkes weist große Unterschiede auf.
Wien 16, Ottakringerstraße;
Weinhauerhäuschen des alten Dorfes Ottakring (Goldamseln, Zehnermarie); 1903.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
So befindet sich in Gürtelnähe ein dicht bebautes, schachbrettartiges Arbeiter- und Angestellten-Wohnviertel, während sich um die Vorortelinie Industriebetriebe und Werkstätten angesiedelt haben. Etwas höher liegt das Villenviertel mit dem Ottakringer Friedhof, darüber eine ausgedehnte Laubwaldzone.
Wien 16, Lerchenfelder Gürtel 57. Filiale des k.k.Militär-Invalidenhauses; 1895.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Name Ottakring stammt so wie viele andere Ortsbezeichnungen in Wien von den Baiern, die im 8. Jahrhundert die Gegend um Wien besiedelten. Oft existieren in Bayern selbst Orte mit ähnlicher Schreibung. In einer Rede äußerte Kaiser Franz Joseph 1888 den Wunsch, Wien mit seinen Vororten zu vereinigen. Daraufhin beschloss der niederösterreichische Landesausschuss im Jahr 1890 die Eingemeindung der Vororte zu Wien. Das Gesetz trat am 1. Jänner 1892 in Kraft. Trotz des Widerstandes gegen die Eingemeindung wurden daraufhin die vorher selbständigen Gemeinden Ottakring und Neulerchenfeld zum 16. Wiener Gemeindebezirk Ottakring vereinigt.
Wien 16, Johann-Staud-Gasse 10. Kuffner-Sternwarte mit benachbarter Villa; um 1900.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
 Der neue Bezirk beherbergte nun 106.861 Einwohner. Nach der Eingemeindung verstärkte sich das Wachstum des Gebietes noch mehr. 1910 wohnten in Ottakring bereits 177.687 Menschen. Während der Anteil der Angestellten und Beamten gering war, war der Anteil der Arbeiter extrem hoch. Dies wurde durch die Ansiedlung weiterer Industriebetriebe noch verstärkt. Am 17. September 1911 kam es zu massiven Unruhen aufgrund der schlechten Wohnsituation und Preissteigerungen. Erst nach Militäreinsatz und mehreren Toten konnten diese beendet werden.
Wien 16, Schloss Wilhelminenberg. Flugbild von Westen gegen die Stadt; 1935.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Wien 16, Wilhelminenberg. Ansicht mit Schloss hinter Bäumen; um 1930.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
 Die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg wurde insbesondere vom sozialen Wohnbau geprägt. Zwischen 1922 und 1934 wurden in Ottakring 28 Gemeindebauanlagen mit 4.517 Wohnungen errichtet, die die prekäre Wohnsituation im Bezirk deutlich milderten. Unter den Neubauten war auch die mit 1.587 Wohnungen größte Wohnhausanlage (Sandleitenhof), die die Gemeinde Wien eröffnete.
Wien 16, Sandleiten; Flugbild von Süden; 1930 - 1939.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Wien 16, Wohnhausanlage Sandleiten. Straßenfront mit kleineren Häusern; um 1930.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Wien 16, Sandleiten. Überblick von erhöhtem Standort mit spielenden
Kindern in den Gartenanlagen; 1930.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Wirtschaftskrise Anfang der 30er führte jedoch zu großem Elend im Bezirk, zeitweise waren mehr als 50 % der Arbeitswilligen arbeitslos. Der Februaraufstand 1934 führte schließlich auch in Ottakring zu schweren Kämpfen. Der Rückzug der Schutzbündler aus Sandleiten auf Grund der Übermacht von Heimwehr und Militär verschonte zumindest diese Wohnanlage.
Wien 16, Wilhelminenspital. Neubauten im Wilhelminenspital,
3. Medizinische Abteilung; Südansicht. "Herrn Baumeister Josef Müller gewidmet zur
Errichtung des Medizinischen Pavillons in den Jahren 1928 - 1931, im Jänner 1932.".
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Wien 16, Wilhelminenspital; 3. Medizinische Abteilung. Ansicht; um 1932.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Heftige Kämpfe gab es jedoch um das Arbeiterheim Ottakring in der Kreitnergasse. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Ottakring zur französischen Besatzungszone. Der Wiederaufbau gestaltete sich schwierig, es gelang aber schließlich auch die ältesten Teile von Ottakring zu sanieren. Das „Negerdörfel“, eine Barackensiedlung, wurde durch den Franz-Novy Hof ersetzt. Weitere Wohnbauten folgten.
Wien 16, Nauseagasse 59/63; Julius Meinl AG. Ottakringer Lagerhäuser; um 1925.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Nach der Eingemeindung des Bezirksgebietes verstärkte sich die Ansiedlung von Industriebetrieben in Ottakring. 1898 wurde beispielsweise die Tabakfabrik in der Thaliastraße eröffnet. Hinzu kamen insbesondere Betriebe der Fotoindustrie (beispielsweise Herlango) oder Maschinenbauer (beispielsweise „Österreichische Industriewerke Warchalowski, Eißler & Co. AG“).
Wien 16, Spiegelgrundkino; 1930.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die höchste Zahl an Beschäftigten gab es jedoch in der Bekleidungsindustrie. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte jedoch vielfach eine Auslagerung der zahlreichen Fabriken zu anderen Standorten und damit eine Trennung der Wohngebiete von den störenden Betrieben. Die bekanntesten noch heute bestehenden Betriebe Ottakrings sind die „Ottakringer Brauerei“ und die Kaffeerösterei „Julius Meinl“ sowie „Konfitüren und Gemüsedelikatessen Staud’s“.
Wien 16, Lerchenfelder Gürtel 55; "Bierhalle und Restauration zum Goldenen Strauß"; 1918.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das Bezirksmuseum Ottakring stellt die Bezirksgeschichte Ottakrings dar und verfügt über etwa 3000 Exponate. Im Bezirksmuseum befindet sich das Josef-Weinheber-Zimmer und eine Harmonikamacher-Werkstätte. In der Kuffner-Sternwarte befinden sich historische, astronomische Geräte. Das Wiener Volksliedwerk im „Bockkeller“ verfügt über ein umfangreiches Archiv mit tausenden Noten und Handschriften sowie eine Sammlung von Büchern und zahlreichen Raritäten.
Wien 16, Thaliastraße; Durchblick unter dem Stadtbahnbogen stadtauswärts; 1952.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das Gebiet rund um den Yppenplatz entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem Anziehungspunkt für alternative Kultur mit einer Vielzahl an Lokalen und Veranstaltungsorten. Höhepunkt ist das jährlich stattfindende Kulturfestival „Soho in Ottakring“, bei dem rund zwei Wochen lang ein kulturelles Programm, wie etwa Lesungen oder Ausstellungen, angeboten wird.
Der Brunnenmarkt in Wien Ottakring.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Peter Gugerell
Der Bahnhof Wien Ottakring ist der Endpunkt der U-Bahn-Linie U3. Hier hält auch die S-Bahn, die den Gemeindebezirk auf der Strecke der Vorortelinie durchquert. Die U3 besitzt mit der U-Bahn-Station Kendlerstraße eine weitere Haltestelle in Ottakring.
Bahnhof Wien Ottakring.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Thomas Ledl
An der Grenze zum 7. Gemeindebezirk befindet sich die U-Bahn-Station Thaliastraße und an der Grenze zum 8. Gemeindebezirk die U-Bahn-Station Josefstädter Straße der Linie U6. Darüber hinaus ist der 16. Gemeindebezirk auch durch Straßenbahnen und Autobusse an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen. Der in Ottakring gelegene Straßenabschnitt des Wiener Gürtels heißt Lerchenfelder Gürtel. Eine weitere stark frequentierte Straße ist die von Penzing kommende B 223.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Ottakring" der
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Grinzing
Kaiser Probus ist schuld daran, dass schon 276 n.Chr. die ersten Weinstöcke auf den Hügeln rund um Grinzing gepflanzt wurden. Diese botanische Nebenbeschäftigung der römischen Legionäre brachte dem kleinen Dorf vor den Toren Wiens Wohlstand und viel, viel später sogar internationale Berühmtheit - denn in dieser anmutigen Landschaft wächst ein vorzüglicher Wein!
Um bei allen kriegerischen Auseinandersetzungen der letzten 700 Jahre gelegentlich ungeschoren davonzukommen, legten die Grinziger Weinbauern von ihren Weinkellern aus unterirdische Fluchtwege an, die sie bis in ihre geliebte Grinzinger Kirche brachten.
Auch das ehemalige "Alte Preßhaus", Grinzings älteste Weinschänke, besaß einen Gang unter der Erde. Seit 1527 wurde in dem mächtigen, eindrucksvollen Keller der "junge Wein" ausgeschenkt.
Vor einer prachtvollen, 250 Jahre alten Weinpresse und großen, alten Fässern konnte man hier Heurigengemütlichkeit erleben. Diese typische Wiener Geselligkeitsform, seit Maria Theresias Zeiten als "Heuriger" amtlich bezeichnet, ist für den Wiener ein kleines, zeitloses Stückchen Glück.
 
 
Citybike Wien
Das Citybike Wien ist ein großflächig angelegtes Fahrradverleihsystem in Wien, das vom Werbeunternehmen Gewista betrieben wird. Citybike ist eine Ergänzung zu öffentlichen Verkehrsmitteln und ist nicht für die Nutzung über einen längeren Zeitraum gedacht.
Die Benutzung des Rades ist für die erste Stunde gratis. Die zweite Stunde kostet 1 Euro, die dritte 2 Euro, ab der vierten Stunde kostet es vier Euro.
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www.citybikewien.at
 
 
 
 
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