22. Bezirk Donaustadt
Fläche: 102,29 km²
Einwohner: 184.188 (1. Jänner 2017)
Bevölkerungsdichte: 1801 Einw./km²
Bezirksamt:   Schrödingerplatz 1, 1229 Wien
Grafik: WStLA
Das Wappen des 22. Bezirks ist achtgeteilt. Dominante Farben sind rot und blau mit jeweils drei Schildern. Ein Schild hat einen silbernen, eines einen quer geteilten silber-roten Grund. Das Wappen von Donaustadt repräsentiert in den acht Feldern die ehemaligen Marchfeldgemeinden Stadlau, Aspern, Süßenbrunn, Breitenlee, Kagran, Eßling, Kaisermühlen und Hirschstetten.
Das sprechende Wappen symbolisiert mit einem Stadel in der Au den Bezirksteil.  "stadelowe" ist seit 1147/67 belegt. Der Name bezeichnet eine mit einem Stadel bebaute Au. In den Stadeln sammelte man früher das Zinsgetreide.
Eine Espe steht als sprechendes Wappen für die ehemalige Marchfeldgemeinde Aspern. Erstmals urkundlich belegt wurde "Asparn" 1250/60.
Als Symbol für Süßenbrunn steht ein goldener Ziehbrunnen. Die Wappenfigur ist ein Hinweis auf einen hier einst bestehenden Brunnen. Im Spätmittelalter bekam "Brunn" einen neuen Namen. Ausschlaggebend war ein Grundherr namens "Süß" oder "Siehs". Der Name bedeutet demnach "der Brunnen des Gutsherrn Süß"
Das Aufnahmeblatt der Landesaufnahme mit Stand 1873
zeigt die Eingriffe in die Lobau im Rahmen der Donauregulierung.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Ein silbernes Bindenschild mit Krummstab und Beutelbuch repräsentiert Breitenlee. Das Schottenstift betreibt heute noch einen Gutshof und Landwirtschaft in Breitenlee. "Preitenlee" ist um 1200 erstmals belegt. Der Name leitet sich aus dem natürlichen Schutzdamm eines Donauarmes ab. Dieser "Lee" (Hügel) war namensgebend für die ehemalige Gemeinde.
Der Heilige Georg als Drachentöter steht im Bezirkswappen für Kagran. Der Name leitet sich vom verwandten "Wagram" ab. Bezeichnet wird dadurch der "Wogenrand der Donau". Erstmals belegt ist "Chagaran" bereits vor 1200.
Ein musterverzierter goldener Adlerflügel symbolisiert Eßling. 1250/60 ist "Eselaren" belegt, seit 1590 wird es "Eßling" genannt. Die Herkunft des Namens ist nicht gänzlich geklärt. Entweder er leitet sich von einem Familiennamen, den Ezelaren ab, oder von einer Siedlung, deren Erwerb etwas mit Eseln zu tun hatte.
Eine goldene Schiffsmühle steht als sprechendes Symbol für Kaisermühlen. Die Benennung bezieht sich auf das Gebiet der Schiffsmühlen an der Donau und ihren Armen. Da die Mühlen Eigentum des Kaisers waren, lautet der Name Kaisermühlen.
Die sprechende Wappenfigur des springenden Hirschen repräsentiert Hirschstetten. 1258/59 erstmals belegt, hieß das Gebiet "Hertensteten", ab 1277 als "Hetsteten" bezeichnet. Der wahre Ursprung ist unklar. Ein Mann namens "Harto" könnte der Namensgeber der Siedlung sein. Ebenfalls möglich ist die Benennung nach einer Stätte des Herdes, oder nach der Bezeichnung für Diesseits der Donau, "herenter".
Wien 22, Donaustadt. Flugsicht: Blick von Süden über die Alte Donau
mit Grossem und Kleinem Gänsehäufel in Bildmitte gegen den 21. Bezirk; 1963.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Donaustadt ist der 22. Wiener Gemeindebezirk. Der in dieser Form erst seit 1954 bestehende Bezirk im Osten der Stadt ist der bei weitem größte und der nach Favoriten bevölkerungsreichste. Die fast ein Viertel des Wiener Gemeindegebiets ausmachende Donaustadt zeichnet sich durch ein vielfältiges Erscheinungsbild aus. Neben Großwohnsiedlungen wie den Trabrenngründen und Einfamilienhaussiedlungen findet sich das Büro- und Wohnhochhausviertel Donau City und die Seestadt Aspern, die zu den größten aktuellen Stadtteilentwicklungsprojekten Europas zählt. Der 22. Bezirk beherbergt zudem wichtige Naherholungs- und Naturschutzgebiete wie die Alte Donau und die Lobau sowie einen Teil des landwirtschaftlich geprägten Marchfelds.
Wien 22, Kaisermühlen. Austro Flug ;Flugbild von Südsüdosten gegen Floridsdorf. ;um 1930.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Donaustadt liegt im Osten Wiens und ist mit einer Fläche von 102,34 km² der größte Wiener Gemeindebezirk. Die Donaustadt nimmt dabei 24,6 % der Fläche Wiens ein. Durch die Donauregulierung 1870–1875 wurde das Gebiet des heutigen Bezirkes radikal verändert. Hatte sich die Donau ursprünglich in zahlreiche ins Marchfeld ausgreifende Arme aufgefächert, so wurde sie nun in ein breites Bett gezwungen. Bestehen gebliebene Altarme fungieren als Erholungs- und Naturschutzgebiete. Da sich die Hochwassergefahr nicht endgültig entschärfte, errichtete man 1972–1987 parallel zur Donau ein als Neue Donau bezeichnetes Entlastungsgerinne und die Donauinsel. Die Bezirksgrenze verläuft im Westen großteils am linken Ufer der Donau (der Strom selbst zählt zum 2. Bezirk), vom Praterspitz stromabwärts (im Bereich der Lobau) in der Mitte des Stromes mit dem 11. Bezirk (Bezirksteil Albern) und Schwechat bzw. dessen Stadtteil Mannswörth als Nachbarn. Der südliche Teil von Donauinsel, Neuer und Alter Donau und die Lobau (Wiens Anteil am Nationalpark Donau-Auen) gehören zum Bezirk. Im Osten und Norden hat die Donaustadt Anteil am Marchfeld. Insgesamt nehmen Grünflächen 59 % des Bezirksgebietes ein, womit 30 % aller Wiener Grünflächen im 22. Bezirk liegen. Die höchste Erhebung des Bezirks ist die Deponie Rautenweg mit 205 Metern über Adria.
Wien 22, Siedlung Hirschstetten; 1935.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das Bezirksgebiet der Donaustadt wurde vor allem durch die Donau geformt, die im Laufe der Zeit Terrassen bildete. Insbesondere während der Eiszeit kam es durch Frost zur Bildung großer Schuttmaßen, die von der Donau in das Wiener Becken verfrachtet wurden. In den warmzeitlichen Phasen schnitt sich in der Folge die Donau in den Schotterkörper und bildete Terrassen heraus, die auf dem Bezirksgebiet in die donaunahe „Zone der rezenten Mäander“ und die höher gelegene Praterterrasse unterteilt werden. Die etwas höher gelegene Praterterrasse stammt aus der Würmeiszeit, die darunterliegende Terrasse entstand nach der Eiszeit. Für ältere Terrassen ist dabei die intensivere Verwitterung sowie eine Deckschicht aus Löss oder Lehm charakteristisch. An der Oberfläche findet sich in der Donaustadt eine fünf bis dreizehn Meter mächtige Kiesschicht. Diese setzt sich aus sandigen Mittel- und Grobkiesen zusammen, die durch die Donau angelandet wurden. Bei den plattigen Steinen handelt es sich in der Regel um Sandstein aus dem nahe gelegenen Wienerwald. Die runden Gerölle bestehen zum Großteil aus kristallinen Gesteinen wie Granit, Gneis und Quarze. Die Granite stammen ebenso wie die schwarzen Amphibolite aus der Böhmischen Masse. Der graue bis grünliche Gneis wurde aus den Zentralalpen und der Böhmischen Masse abgetragen. Weitere runde bis ovale Kiese bestehen aus Kalk und stammen aus den Nördlichen Kalkalpen. Unter der Kiesschicht befindet sich mit Grundwasser gesättigte Sande des Pannoniums, die vor 9,7 bis 8 Millionen Jahren hier abgelagert wurden. In mehreren Kilometern Tiefe liegen die Ausläufer der Nördlichen Kalkalpen mit Schichten aus dem Mesozoikum, die in rund drei Kilometer Tiefe Gas- und Öllagerstätten enthalten.
Wien 22, Siedlung Kagran 1927.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Name Donaustadt wurde Ende des 19. Jahrhunderts für ein Areal im 2. Bezirk verwendet, das nach der Donauregulierung in den 1870er Jahren als Bauland nutzbar gemacht wurde. Ein Teil des Feuerwerksmaises (das heutige Stuwerviertel) zwischen Ausstellungsstraße, Lassallestraße und Donau sowie der Bereich zwischen Nordbahnhof und Donau wurden als neuer Stadtteil projektiert und bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts fast vollständig verbaut. Da der Name Donaustadt von der Bevölkerung offenbar nicht benutzt wurde und sich stattdessen andere Grätzl-Namen bildeten, wurde er 1954 als Name für den neuen 22. Bezirk gewählt. Der Name Donaustadt in seiner ursprünglichen Bedeutung ist heute noch bei der Bezeichnung der römisch-katholischen Pfarre Donaustadt in der Franz-von-Assisi-Kirche im 2. Bezirk in Verwendung und ist ferner in historischen Zeitungsberichten oder alten Stadtplänen zu finden.
Wien 22, Bretteldorf. Straßenbild: Durchblick gegen Schießstätte; 1933.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Bekanntestes historisches Ereignis auf heutigem Bezirksgebiet war die 1809 von Erzherzog Karl mit Napoleon Bonaparte ausgefochtene Schlacht bei Aspern und Essling, die erste militärische Niederlage, die dem Kaiser der Franzosen zugefügt wurde. Das kleine Museum Aspern 1809 erinnert daran, in der Lobau findet man Gedenksteine. 1785–1821 erschien in Wien eine populäre Zeitschrift, für die der Ortsname Kagran im Titel verwendet wurde: Briefe eines Eipeldauers an seinen Herrn Vetter in Kakran über d'Wienstadt (Eipeldau = Leopoldau; Vetter = Cousin). In stilisiertem Dialekt kommentierte ein „Bauer aus Eipeldau“, dem Nachbarort Kagrans, aktuelle Lokalereignisse und entwarf ein satirisches Bild Wiens. Kaisermühlen war der erste Bezirksteil, der nach Wien eingemeindet wurde.
Schiffsmühle an der Donau in Wien;
Nahansicht von der Uferböschung aus, von rechts; um 1910.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Vor der Donauregulierung südlich des Hauptarms des Stromes gelegen, wurde Kaisermühlen mit anderen Gebieten 1850 als 2. Bezirk, Leopoldstadt, eingemeindet und blieb auch nach der Regulierung, nun am nördlichen Ufer des neuen Hauptstromes, bis 1938 beim 2. Bezirk. Der Name …mühlen verweist auf die zahlreichen Schiffsmühlen an der unregulierten Donau. Die regelmäßigen Überschwemmungen der Donau in der Region Wien nährten zwar den Auwald, den heutigen Nationalpark, störten jedoch die wirtschaftliche Entwicklung in den stromnahen Gebieten. Die 1870–1875 vorgenommene Wiener Donauregulierung behob dieses Problem weitgehend; auf heutigem Bezirksgebiet entstanden dadurch zahlreiche Altarme der Donau.
Schiffsmühle an der Donau in Wien;
Überblick von der Uferböschung mit dem Fluss im Hintergrund; um 1910.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
1904 gelang es dem Wiener Bürgermeister Karl Lueger, die Stadt, die sich bis dahin (abgesehen von Kaisermühlen) nur am rechten Donauufer ausbreitete, auf das linke Donauufer zu erweitern. Die Orte Floridsdorf, Jedlesee, Großjedlersdorf, Donaufeld, Leopoldau, Kagran, Hirschstetten, Stadlau und Aspern sowie Augebiet der Lobau wurden per Gesetz eingemeindet, 1910 auch Strebersdorf. Damit kamen etwa zwei Drittel des heutigen 22. Bezirks im neuen 21. Bezirk zu Wien. Im Roten Wien, 1919–1934, setzte rege Bautätigkeit ein. Der Goethehof in Kaisermühlen, die Freihofsiedlung in Kagran und andere Gemeindebauten entstanden. An der Alten Donau wurden Freibäder eingerichtet.
Wien 22, Eßling. Straße mit Blick auf die Kirche; um 1900.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
1938 errichtete das NS-Regime Groß-Wien und gliederte die Stadt teilweise neu. Der am 15. Oktober 1938 errichtete neue 22. Bezirk, Groß-Enzersdorf, wurde entlang des nördlichen Astes der Ostbahn vom 21. Bezirk geschieden, so dass damals Kagran noch beim 21. Bezirk verblieb, Stadlau, Hirschstetten, Aspern und die Lobau zum 22. Bezirk gelangten. Kaisermühlen wurde damals vom 2. in den 21. Bezirk umgegliedert. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Donaustadt von Mitte April 1945 bis zum Herbst 1955 sowjetisch (in Wien sagt[e] man: „russisch“) besetzt. Den Vereinbarungen der vier Alliierten zufolge wurde Wien in seinen Grenzen von 1937 in vier Sektoren geteilt. Das erst 1938 eingemeindete Bezirksgebiet zählte besatzungsrechtlich zum Land Niederösterreich, und somit zur sowjetischen Besatzungszone Österreichs.
Wien 22; Kino Kagran. Aufnahme über Eck mit Front Steigenteschgasse; 1936.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Politiker Wiens und Niederösterreichs waren sich einig, die meisten der 1938 eingemeindeten niederösterreichischen Gemeinden wieder rückzugliedern. Von den 1938 zu Wien gekommenen 15 Marchfeldgemeinden sollten nur Süßenbrunn, Breitenlee und Essling bei Wien verbleiben. Wien (Landtagsbeschluss vom 29. Juni 1946), Niederösterreich und der Bund erließen dazu übereinstimmende Verfassungsgesetze. Aufgrund eines Einspruches der sowjetischen Besatzungsmacht im Alliierten Rat konnten die Gebietsänderungsgesetze vorerst nicht in Kraft treten. Erst 1954 stimmten die sowjetischen Vertreter dem Vorhaben zu. Nun konnte das Bezirkseinteilungsgesetz Wiens kundgemacht werden und trat am 2. Juli 1954 in Kraft. Der Bezirk bekam seinen heutigen Namen Donaustadt, da der bis dahin namensgebende Stadtteil Groß-Enzersdorf wieder selbstständige Stadtgemeinde in Niederösterreich wurde. Die Grenze zum 21. Bezirk wurde an die Wagramer Straße bzw. nördlich davon verlegt. Kagran und Kaisermühlen gehörten nun zum 22. Bezirk.
Wien 22, Siedlung Stadlau; Häuserreihe; 1927.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Später kam es viermal zu Änderungen des Grenzverlaufs zum 21. Bezirk. 1964 wurde die Bezirksgrenze im Bereich der östlichen Aderklaaer Straße und im Bereich des Bruckhaufens in Donaufeld geringfügig verschoben. 1995 erfolgte eine Grenzanpassung im Bereich Zehdengasse und Eipeldauerstraße. Über weite Strecken änderte sich der Grenzverlauf zu Floridsdorf im Jahr 2002 und zwar in den Bereichen Oskar-Grissemann-Straße, Josef-Baumann-Gasse, Alte Donau, Drygalskiweg und Wagramer Straße. Betroffen von diesen Grenzänderungen waren vor allem Verkehrsflächen, außerdem erhielt die Donaustadt dadurch einen größeren Anteil an der Wasserfläche der Alten Donau und verlor im Gegenzug die große Sportanlage in der Eipeldauer Straße an Floridsdorf.
Wien 22, Kaisermühlen; Gemeindebauanlage Goethehof; um 1932.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
1964 wurde auf dem Gelände einer ehemaligen Mülldeponie und einer wilden Siedlung („Bretteldorf“) die Wiener internationale Gartenschau (wig64) abgehalten. Dazu wurde am nördlichen Rand des Areals der Donauturm errichtet. Zwischen dem heute Donaupark genannten Gelände, der Wagramer Straße und der Neuen Donau entstanden die 1979 eröffnete UNO-City, das 1987 eröffnete internationale Konferenzzentrum Austria Center Vienna und ab 1993 die Donau City als neuer Stadtteil. Das dazugehörige Ufer der Neuen Donau an der Reichsbrücke wird als „Copa Cagrana“ bezeichnet.
Wien 22, Smolagasse 1. Stadlauer Malzfabrik: Eisenkonstruktion über den Hof;1922.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die erste und lange Zeit wichtigste Eisenbahn Österreichs, die 1837 eröffnete Nordbahn, quert im 1938 eingemeindeten Süßenbrunn sehr peripher das Bezirksgebiet. 1962 wurde auf dieser Strecke der erste Schnellbahnverkehr Wiens eingerichtet. Nahe der Station Süßenbrunn, jedoch großteils auf dem Gebiet der niederösterreichischen Nachbargemeinde Gerasdorf, befinden sich Schleifen zur Verbindung von Nord- und Ostbahn, über die Fernzüge der Nordbahn (zum / vom Wiener Hauptbahnhof, früher zum / vom Südbahnhof, Ostseite) und S-Bahn-Züge geführt werden. Der Entseuchungsbahnhof Süßenbrunn liegt zur Gänze auf Gerasdorfer Gebiet. 1870 wurde die Ostbahn auf Bezirksgebiet eröffnet. Im späteren Bezirksteil Stadlau wurde ein Bahnknotenpunkt errichtet: Die aus südlicher Richtung vom anderen Donauufer kommende Strecke teilt sich hier in den nördlichen Ast Richtung Mähren und den östlichen Ast Richtung Pressburg, auf dem einst der Orient-Express verkehrte. Um den Bahnhof siedelte sich Industrie an.
Hirschstetten © Erhard Gaube - www.gaube.at
Der Gebäudekomplex der UNO-City in Wien Donaustadt.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Da das Gebiet, durch das die beiden Ostbahnäste gebaut wurden, sehr dünn besiedelt war, konnten die Strecken wie mit dem Lineal gezogen trassiert werden. Im Ersten Weltkrieg hatte der zwischen den beiden Ostbahnästen errichtete Verschiebebahnhof Breitenlee (von dem heute nur mehr Reste bestehen) große Bedeutung für Truppen- und Materialtransporte. Im 22. Bezirk befand sich 1912–1954 der dem internationalen Verkehr dienende Wiener Flughafen Aspern. Beim „Anschluss“ landeten hier 1938 Maschinen der deutschen Luftwaffe. 1954 übernahm der Flughafen Schwechat den internationalen Verkehr; 1977 wurde der „Flugplatz“ auch für Sportflugzeuge geschlossen. Als Seestadt Aspern soll das Areal zu einem neuen Stadtteil ausgebaut werden, der am 5. Oktober 2013, schon vor Fertigstellung der meisten Gebäude, einen U-Bahn-Anschluss an die Linie U2 erhalten hat.
Kaisermühlen, Blick vom DC Tower Richtung Südost.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Bwag
1939/40 wollte das Deutsche Reich die seit langem vorhandenen Pläne für den Donau-Oder-Kanal verwirklichen. Der Krieg ließ aber nur den Bau von vier kleineren Abschnitten bis Groß-Enzersdorf zu. Zwei davon, die Abzweigung von der Donau und ein seit dem Bau „naturbelassener“ Abschnitt in der Lobau, befinden sich heute auf Wiener Stadtgebiet und somit im 22. Bezirk. An der Abzweigung von der Donau entstand damals auch der Ölhafen Lobau mit dem so genannten Zentraltanklager. Der Donau-Oder-Kanal trennt die Obere von der Unteren Lobau.
Donauturm im Donaupark.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / BambooBeast
1976 stürzte die Reichsbrücke, eine Kettenbrücke, ein. Aus diesem Grund wurde der U-Bahn-Bau in den 22. Bezirk vorgezogen und die neue, 1980 eröffnete Reichsbrücke mit einem Untergeschoß für die U1 errichtet. 1982 wurde der Betrieb auf der neuen Teilstrecke Praterstern–Kagran aufgenommen, 2006 auf der Verlängerung nach Leopoldau (S-Bahn-Anschluss). Seit 2010 verkehrt die Linie U2 zur Aspernstraße. Am 5. Oktober 2013 ist eine weitere Verlängerung zum neu entstehenden Stadtteil auf dem Areal des einstigen Flughafens Aspern erfolgt.
Eßlinger Schüttkasten - © Erhard Gaube - www.gaube.at
Eßlinger Schüttkasten
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Das Bezirksmuseum Donaustadt befindet sich auf dem Kagraner Platz und stellt in seiner Dauerausstellung die Geschichte der Bezirksteile dar. Das Österreichische Gartenbaumuseum in Kagran beherbergt seit 1977 die größte heimische Sammlung zum österreichischen Gartenbau und Kleingartenwesen. Die Sammlung wurde 2001 durch die Sammlung Sädtler (Österreichisches Blumenbindemuseum) erweitert. Das Sondermuseum Aspern-Eßling 1809 widmet sich ebenso wie das Museum im Schüttkasten Eßling der Schlacht bei Aspern. Das 1972 gegründete Lobaumuseum informierte bis zur Schließung 2009 über die Ökologie der Lobau und der Donau-Auen sowie über die heimische Fauna und Flora. Zudem wurde die Geschichte der Lobau und das Wirken von Generalfeldmarschall Erzherzog Karl dargestellt.
Hirschstetten © Erhard Gaube - www.gaube.at
Siedlungsanlage in Hirschstetten mit Blickrichtung Kahlenberg.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Der rund 800.000 m² große Donaupark in Kaisermühlen wurde für die Wiener Internationale Gartenschau (WIG 1964) angelegt. Die Blumengärten Hirschstetten mit einer Außenstelle in Eßling dienen hauptsächlich als Kultivationsbetriebe des Stadtgartenamtes. Darüber hinaus beinhaltet das Gelände auch Themengärten zu Pflanzen und Tieren, die besucht werden können. In Hirschstetten befindet sich auch der Hirschstettner Aupark, ein früherer Auwald und nunmehr etwa 32.000 m² großer Landschaftspark. Auf dem Gelände der Berufsschule für Gartenbau und Floristik in Kagran liegt der Schulgarten Kagran mit mehreren Themengärten, darunter einem japanischen Garten. Viele der kleineren Parkanlagen im 22. Gemeindebezirk wurden erst seit den 1990er Jahren angelegt. Dazu gehören der rund 3700 m² große Bill-Grah-Park beim ehemaligen Eßlinger Löschwasserteich, der rund 6500 m² große Jakob-Bindel-Park, der rund 2200 m² große Jakob-Rosenfeld-Park und der rund 4000 m² große Trygve-Lie-Park im Norwegerviertel.
Lobau - © Erhard Gaube - www.gaube.at
Panozza Lacke in der Lobau.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Erwähnenswert ist ferner der Kirschblütenpark bei der Lobau, der sich auf einem etwa 10.000 m² großen Areal entlang der so genannten Kirschblütenallee befindet. Bis auf Kaisermühlen gibt es in jedem der acht Bezirksteile einen eigenen Friedhof. Der flächenmäßig größte ist der Asperner Friedhof, während der Kagraner Friedhof die meisten Grabstellen aufweist. Der älteste bestehende Friedhof in der Donaustadt ist der Esslinger Friedhof und der jüngste der 1909 geweihte Breitenleer Friedhof. Hinzu kommen der Friedhof Hirschstetten, der Stadlauer Friedhof und, als der kleinste Friedhof im 22. Bezirk, der Süßenbrunner Friedhof.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Donaustadt" der
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Um bei allen kriegerischen Auseinandersetzungen der letzten 700 Jahre gelegentlich ungeschoren davonzukommen, legten die Grinziger Weinbauern von ihren Weinkellern aus unterirdische Fluchtwege an, die sie bis in ihre geliebte Grinzinger Kirche brachten.
Auch das ehemalige "Alte Preßhaus", Grinzings älteste Weinschänke, besaß einen Gang unter der Erde. Seit 1527 wurde in dem mächtigen, eindrucksvollen Keller der "junge Wein" ausgeschenkt.
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