Der Wienerwald
Das Naherholungsgebiet der Wiener
Weitgehend als UNESCO-Biosphärenpark Wienerwald ausgewiesen.
Leopoldsberg und Kahlenberg; nordöstlichster Teil des Wienerwaldes.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Bwag
Der Wienerwald ist der östlichste Ausläufer der Nordalpen in Niederösterreich und Wien, und damit das Nordostende der Alpen. Das 45 km lange und 20 bis 30 km breite Mittelgebirge ist großteils bewaldet und ein beliebtes Naherholungsgebiet der Wiener. Es ist heute, unter Einschluss der Randgebiete in der Millionenstadt Wien selbst, weitgehend vollständig als UNESCO-Biosphärenpark Wienerwald ausgewiesen.
Eine der ersten detaillierteren Darstellungen des südlichen Wienerwaldes
(Alland, Heiligenkreuz, Kaltenleutgeben, Grub im Wienerwald, Tal des Mödlingbaches)
ist die Josephinische Landesaufnahme aus den Jahren um 1780–1790.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die hügelig bis mittelgebirgsartig ausgeprägte, 105.645 ha umfassende Region liegt im östlichen Niederösterreich an der Grenze zwischen dem Mostviertel (Viertel ober dem Wienerwald) und dem Industrieviertel (Viertel unter dem Wienerwald), mit Höhenlagen zwischen 300 und knapp 900 m. Von den östlichen Randbergen hat man prächtige Tiefblicke auf Wien und das Wiener Becken.
Historische Landkarte. Donautal - Wiener Pforte - zwischen Wienerwald und
Bisamberg, Klosterneuburg, Korneuburg, Floridsdorf, Nordwesten von Wien.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Im Osten wird der Wienerwald durch die Thermenlinie (tektonische Abbrüche zum Wiener Becken) begrenzt, im Süden durch die Flüsse Triesting und Gölsen, im Westen durch die Flüsse Traisen und Große Tulln, im Norden durch das Tullnerfeld und die Donau bis zur Wiener Pforte sowie im Nordosten – bereits im Stadtgebiet Wiens – durch den Schwarzenbergpark und den Lainzer Tiergarten.
Blick auf den Wienerwald bei Breitenfurt im Westen von Wien.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Softi23
Der Sooßer Lindkogel bei Bad Vöslau.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Doronenko
Die Täler des Gebirges verlaufen großteils Ost-West und in Höhen von 200 bis 400 m. Besonders reizvoll ist der Wechsel zwischen einsamen und dicht besiedelten Tälern und ihre stark variierende Hangneigung (bis 75 %). Speziell eindrucksvoll sind das vielbesungene Helenental beim Kurort Baden und die markante Hagenbachklamm.
Wienerwald; Winterlandschaft. Straße bei der Sophienalpe.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Winterlandschaft im Wienerwald in der Umgebung von Hochstraß; 1901 - 1910.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Geologisch gehört der Großteil des Wienerwaldes zu den Flyschalpen (vorwiegend Sandstein), und wird Flysch-Wienerwald genannt, der Südosten hingegen zu den Kalkalpen (Kalk-Wienerwald). Der westliche Wienerwald zwischen Traisen und der Großen Tulln wird auch Wiesenwienerwald genannt. Im frühen Mittelalter wurde der Wald bereits von den Bauern gerodet und es bildeten sich zahlreiche Einzelhöfe mit umgebenden Obstgärten und nur wenigen Orten in Tallagen.
Burg Wildegg in Sittendorf in der Gemeinde Wienerwald, Niederösterreich.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
In den zahlreichen Obstgärten und an den Waldrändern in einer Seehöhe von 300 bis 500 Meter wird traditionell die Elsbeere kultiviert. Diese Region hat sich zusammengeschlossen und vermarktet die traditionellen Produkte aus der Elsbeere unter der Marke Genussregion Wiesenwienerwald Elsbeere. Die Elsbeere ist auch im Register der Traditionellen Lebensmittel erfasst.
Tulbingerkogel im Wienerwald; Gipfel; um 1930.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die höchsten Erhebungen im Wienerwald sind mit 893 m ü. A. der zur Flyschzone Sandstein gehörende Schöpfl mit der Matraswarte und der benachbarte Mitterschöpfl (882 m ü. A.), auf dem sich das Leopold Figl-Observatorium der Wiener Universität befindet. Vom Schöpfl reicht der Blick oft 100 km zum Ötscher, Schneeberg und weiteren Zweitausendern der steirisch-niederösterreichischen Kalkalpen.
Schutzhaus am Hermannskogel; Ausflügler; um 1900.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Südwestlich des Schöpfls liegt der Gföhlberg mit 885 m ü. A., sowie im Südosten der zu den nördlichen Kalkalpen gehörende Hohe Lindkogel (834 m ü. A.) und der Peilstein (716 m ü. A.) mit seiner markanten Kletterwand. Der höchste Berg auf Wiener Gemeindegebiet ist der Hermannskogel (542 m) mit der Habsburgwarte, die der Fundamentalpunkt des Vermessungsnetzes der Monarchie war.
Birken im Wienerwald bei Hochstraß.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Winter im Wienerwald bei Hochstraß.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Markant ist auch der Dreimarkstein mit 454 m, der die Grenze zwischen den Wiener Bezirken Hernals und Döbling sowie dem niederösterreichischen Ort Weidling bildet. Prächtige Tiefblicke auf Wien bieten die Wiener Hausberge Leopoldsberg und Kahlenberg, deren geschichtsträchtige Kirchen von den Türkenbelagerungen erzählen, sowie die Jubiläumswarte (449/480 m) am Gallitzinberg und der Wienerblick im Lainzer Tiergarten. Im Wienerwald gibt es nur wenige Berge mit Gipfelkreuz.
Steinplattl 649 m   höchste Erhebung der Gemeinde Wienerwald
im äußersten Nordwesten an der Grenze
zu Klausenleopoldsdorf
Rossgipfel 633 m   zweit höchster Berg der Gemeinde Wienerwald
und höchster Berg der Katastralgemeinde Grub.
Er liegt westlich von Grub
Hoher Ge 540 m   auch Mitterberg genannt,
nordwestlich von Weissenbach
Speichberg 487 m   Gemeinde Purkersdorf
Mit Ausnahme des Hohen Ge sind diese Gipfel wenig aussichtsreich, da bewaldet, und nur auf unmarkierten Wegen zu erreichen. Die Wienerwaldtäler liegen großteils in den Bezirken St. Pölten, Mödling und Baden. Um sie miteinander zu verbinden, gibt es einige – wenn auch nicht hohe – Passstraßen wie den Exelberg (Sofienalpe), den Gerichtsberg, den Kleinen Semmering, den Hafnerberg, und den Hengstl.
Höllenstein (Wienerwald); Julienturm.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Warte am Jochgrabenberg.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Ferner gibt es einige Höhlen, beispielsweise die Dreidärrischenhöhle unter dem Aussichtsberg Anninger (675/514 m), die Elfen- und Einödhöhle zwischen Pfaffstätten und Gaaden, die Arnsteinhöhle bei Maria Raisenmarkt und die Tropfsteinhöhle Alland. Erwähnenswert auch die Seegrotte – der größte unterirdische See Europas. Deren Besuch wird oft mit einigen Burgruinen bei Mödling kombiniert.
Die Burgruine Rauhenstein in Baden bei Wien.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Neben Burgen gibt es im Wienerwald auch einige bedeutende Klöster:
Stift Heiligenkreuz an der Via Sacra
Kloster Kleinmariazell
Stift Klosterneuburg
die Kartause Mauerbach
Lilienfeld liegt nur knapp außerhalb
Von anderen Natursehenswürdigkeiten seien noch einige genannt: der Glocknergrat und die Lausbubenwände bei Mödling, das Matterhörndl, für Kletterer das Jammerwandl, die Mizzi-Langer-Wand und der überhängende Engelstein bei Baden.
Stift Heiligenkreuz an der Via Sacra im Wienerwald.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Die wichtigsten Flüsse des Wienerwaldes sind die Wien, die Liesing, der Sattelbach, der Mödlingbach, die Schwechat und die Triesting, die nach Osten entwässern, sowie die Große Tulln und die Kleine Tulln, der Hagenbach und der Weidlingbach, die nach Norden entwässern. Alle fließen letztlich in die Donau. Im Wesentlichen wird der Wienerwald vom atlantisch geprägten Übergangsklima bestimmt. An der Thermenlinie herrscht pannonisches, im gebirgigen Süden teilweise schon alpines Klima.
Wanderwege im Wienerwald bei Baden.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Blick auf Baden bei Wien.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Speziell der nördliche Wienerwald bildet eine Wetterscheide. So regnen sich am nordwestlichen Rand oft die von Westen kommenden Regenwolken aus. Auch verstärkte Nebelbildung ist dort zu verzeichnen. Speziell auf der Wiener Außenring Autobahn bei Hochstraß in 553 m Höhe herrschen des Öfteren schlechte Verkehrsverhältnisse durch Nebel, Schnee oder Glatteis.
Typische Schirmföhre bei Baden.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Peilstein und umgebender Wienerwald von Nöstach (Westen) aus gesehen.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Braveheart
Im Norden (Flysch-Wienerwald) weist der Wienerwald zu 77 % Laubwaldbestand (vor allem Buche, Eiche und Hainbuche), im Südosten (Kalk-Wienerwald) zu etwa 46 % Nadelwaldbestand (Föhre, Fichte, Schwarzkiefer, Tanne und Lärche) auf; an den Osthängen des Wienerwalds wächst Wein. Lange Zeit war der Wienerwald Bannwald und landesfürstliches Jagdrevier; in den Jahren 1870 bis 1872 rettete Josef Schöffel den Wienerwald vor der Abholzung. Heute ist der Wienerwald durch die oben erwähnten Gesetze geschützt. Die Fläche des Stadtwaldes in Wien beträgt 8650 ha, das sind 20 % des Wiener Gemeindegebiets (41.487 ha).
Kaltenleutgeben; Wienerwald von Gaisbergwirtshaus gegen Nordwesten.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Fulbright-Gaststudent der Ökologie an der Universität-Wien,
bei praktischen Studien im Wienerwald..
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Wienerwald ist durch Naturwaldreservate, Natura 2000, Naturschutzgesetz und Landschaftsschutzgesetz geschützt und seit 2005 ein von der UNESCO anerkanntes Biosphärenreservat. Der Lainzer Tiergarten als Teil des Wienerwaldes der Bundeshauptstadt Wien wurde zum Naturschutzgebiet erklärt. Zusätzlich gibt es vier Naturparks, die in Teilgebieten des Wienerwaldes eingerichtet wurden (von Nord nach Süd): Eichenhain, Sandsteinwienerwald, Naturpark Sparbach und die Föhrenberge.
Holzsammler im Wienerwald; Österreichische Lichtbildstelle ;Leute beim Fällen; um 1919.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Holzsammeln im Wienerwald; Abgeholzter Wald; 1919.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Bis 2013 wurde in Tullnerbach ein neues Schul- und Biosphärenparkzentrum Norbertinum Tullnerbach errichtet. In dem durch die Witterung pilzreichen Jahr 2014 wurde eine Zählung der im Wienerwald vorkommenden Pilzarten durchgeführt. Dabei wurden 828 Arten gefunden, darunter waren 17 Arten, die bisher im Wienerwald nicht heimisch waren, wie der Gelbflockige Schleimkopf, der Orangebraune Schönkopf oder der Nördliche Höckerrindenpilz.
Blick über die Hinterbrühl, in der Mitte die Pfarrkirche.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Karl Gruber
Sender Jochgrabenberg von Osten gesehen.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Andreas Kriechhammer
An zahlreichen Stellen wurde und wird Sand und Schotter abgebaut. Der frühere Gipsstollen der Seegrotte in der Hinterbrühl wurde in der Zeit des Nationalsozialismus als Fabrik für Kampfflugzeuge genutzt. Heute ist der entstandene unterirdische See beliebtes Ausflugsziel und Schauhöhle.
Waldlehrpfad im Biosphärenparks Wienerwald.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Adolf Riess
Die Seegrotte war aber nicht der einzige Gipsabbau. Zahlreiche Abbaustellen, von denen eine bei Preinsfeld nahe Heiligenkreuz die größte war, aber auch von Kalkgewinnungen führten zur Errichtung von Öfen, wo Gips und Kalk gebrannt wurden.
Oberlauf der Schwechat.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Entlang der Flussläufe entstanden spätestens in der Industriellen Revolution verschiedene Mühlen wie Säge- oder Bandmühlen sowie Schmieden, die teilweise heute als High Tech-Unternehmen (z. B. in Berndorf) erfolgreich tätig sind. Die Bezirke Mödling und Baden zählen mit über 6000 aktiven Betriebsstandorten neben den Bezirken St. Pölten Stadt und Land zu jenen mit den meisten in Niederösterreich.
Skiläufer im Wienerwald.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Mauer bei Wien; Verschneiter Wienerwald mit Skiläufern, Aufn. um 1933.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Zum Wintersport in den Wienerwald; Die Autobushaltestelle in Neuwaldegg; 1956.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Etwas weniger Unternehmen befinden sich im Bezirk Tulln und sehr wenige in Lilienfeld. Neben Gewerbe, Handel, Handwerk und Dienstleistung gibt es viel Tourismus und Gastronomie – von der Berghütte bis zur Haute Cuisine. In der Biedermeierstadt Baden sind die Spielbank der Casinos Austria und die Kurbäder ein wichtiger Faktor. Aber auch der Tages- und Wochenendtourismus aus Wien spielt eine große Rolle.
Weidende Kühe im Wienerwald (Wasserg'spreng bei Weissenbach bei Mödling); 1912.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Landwirtschaftlich weisen das Voralpengebiet und der Alpenostrand durch ihre Höhenlage (Betriebe bis 1100 m Seehöhe), durch steile Flächen und seichtgründige Böden relativ ungünstige Produktionsbedingungen auf. Bei hohen Niederschlägen handelt es sich daher um typische Grünlandgebiete, nur rund 20 % der landwirtschaftlichen Flächen werden als Äcker genutzt (Voralpengebiet und Wienerwald mit durchwegs Milchvieh).
Heuwagen mit Ochsengespann beim Aufladen im Wienerwald; um 1934.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Am Alpenostrand mit weniger Niederschlag dominieren gemischte Betriebe mit höherem Ackeranteil. Hier sind Milchviehbetriebe mit steigendem Mastrinderanteil typisch. Der Streuobstanbau gewinnt in jüngster Zeit wieder an Bedeutung, da die Most- und Safterzeugung, aber vor allem die Ciderproduktion im Triestingtal einen stark steigenden Absatz verzeichnet. An der Thermenlinie, besonders in den Orten Gumpoldskirchen, Sooß, Bad Vöslau, ist der Weinbau von großer Bedeutung. Forstwirtschaft und biologischer Anbau runden das Leistungsspektrum ab.
Biosphärenpark Wienerwald
Hinweistafel, Naturschutzgebiet Dombachgraben im Biosphärenpark Wienerwald.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Linie29
Der Biosphärenpark Wienerwald ist ein Biosphärenreservat in den österreichischen Bundesländern Wien und Niederösterreich. Der Biosphärenpark befindet sich im gleichnamigen Wienerwald. Westlich und südwestlich von Wien erstreckt sich der Biosphärenpark nach Süden bis zum Triestingtal und Gölsental. Im Westen wird er durch die Große Tulln begrenzt. Im Norden endet er direkt an der Donau. Im Osten bildet der Bergfuß des Wienerwalds die Grenze zum Wiener Becken. Dadurch liegen alle höhergelegenen Siedlungsräume Wiens im Biosphärenreservat.
Blick vom Latisberg (Cobenzl) auf Wien.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Der Wienerwald war von jeher durch die Nähe der Großstadt Wien einem großen Nutzungsdruck ausgesetzt. Bereits im 19. Jahrhundert war der Wienerwald einerseits zu Beginn der Industrialisierung durch seinen Holzreichtum stark gefährdet, wurde aber andererseits durch Adelshäuser wie das Haus Liechtenstein und politische Initiativen wie jene durch Joseph Schöffel vor weitreichenden Zerstörungen bewahrt.
Der Wienerwald im Bereich des Latisberg (geologisch der Flyschzone zugehörig).
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Von der Stadt Wien wurde 1905 das Schutzgebiet Wald- und Wiesengürtel im westlichen und südlichen Stadtgebiet beschlossen. Die Kernzonen, die laut UNESCO einen weiterreichenden Schutz haben, betreffen ausschließlich Waldgebiete und setzen sich aus 37 Teilflächen zusammen, die in Summe eine Fläche von mehr als 5000 Hektar (Anteil an der Gesamtfläche 5 %) ergeben.
Teufelstein im Wienerwald,
die parallelen Risse im Fels wurden als Furchen der Teufelskrallen interpretiert.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Josef Moser
Die Auswahl und Abgrenzung der Kernzonen erfolgte in Abstimmung mit den Grundeigentümern auf freiwilliger Basis, wodurch eine hohe Akzeptanz der Grundeigentümer erreicht wurde. Der Schutz der Kernzonen erfolgt aufgrund von Verträgen zwischen den Ländern und den Eigentümern sowie durch Erklärung zu Naturschutzgebieten in Niederösterreich und zu Landschaftsschutzgebieten in Wien. In diese Zonen wird auf die forstliche Nutzung verzichtet.
Der Wienerwald im Bereich des Latisberg (geologisch der Flyschzone zugehörig).
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Im Jahr 2003 wurde das provisorische Biosphärenpark Wienerwald Management beim Verein Niederösterreich-Wien eingesetzt. Dank der intensiven Vorarbeiten wurde der Biosphärenpark im Jahr 2005 von der UNESCO anerkannt. Am 28. November 2006 wurde die Urkunde offiziell überreicht. 2006 wurde von den beiden Ländern die Biosphärenpark Wienerwald Management GmbH errichtet, deren Aufgaben und Finanzierung vertraglich geregelt sind. Es folgten Biosphärenpark-Gesetze in Wien und Niederösterreich.
Blick vom Kahlenberg auf die Ausläufer des Wienerwaldes westlich der Stadt Wien.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Im Wiener Teil sind die Europaschutzgebiete Naturschutzgebiet Lainzer Tiergarten (AT1302000, NSG 2/1998, 2.259 ha), mit Gütenbachtal, und Landschaftsschutzgebiet Liesing (Teil A, B und C des Landschaftsschutzgebiets, AT1302000, 639 ha; LSG 20/1990, gesamt 654 ha), mit Maurer Wald und Zugberg bei Rodaun, ausgewiesen.
Totholz im Biosphärenpark Wienerwald Kernzone Hollergraben.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Ailura
Daneben sind zahlreiche Naturdenkmäler wie Wasserfälle, Quellen, Felsbildungen, Bäume oder damit verbundene seltene Lebensräume geschützt. Dort dürfen keine Eingriffe oder Veränderungen vorgenommen werden.
Umgestürzten Baum und Farn im Biosphärenpark Wienerwald Kernzone Hollergraben.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Ailura
In Wien existieren auch flächige Naturdenkmäler wie die Himmelswiese bei Kalksburg, wo Eingriffe ebenfalls verboten sind. Weiters gibt es einige Naturwaldreservate. Zu den geschützten Objekten zählen auch manche Höhlen, die aus wissenschaftlichen Gründen oder zum Schutz der Fledermäuse unter Schutz gestellt wurden (Höhlen stehen in Österreich prinzipiell unter Schutz).
Totholz mit Moosbewuchs und Bärlauch im Hollergraben bei Breitenfurt,
Kerzone des Biosphärenpark Wienerwald.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Granada
Angrenzend liegt im Norden am anderen Donauufer das Europaschutzgebiet Tullnerfelder Donau-Auen (GGB AT1216000/BSG AT1216V00), im Süden das Europaschutzgebiet Nordöstliche Randalpen: Hohe Wand–Schneeberg–Rax (GGB AT1212A00) und das Landschaftsschutzgebiet Enzesfeld–Lindabrunn–Hernstein (Nr. 18). Von dort zieht sich ein Schutzgebietsnetzwerk am Alpenrand geschlossen bis in die Steiermark und in die zentralen Ostalpen. Auch im Norden ist der Biosphärenpark mit den Donauschutzgebieten an einen wichtigen Korridor angebunden.
Pieris napi (Rapsweißling) bei den Kreuzeichen im Wienerwald.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Michael Kranewitter
Im Biosphärenpark Wienerwald werden zahlreiche Forschungs- und Umsetzungsprojekte vom Management durchgeführt oder unterstützt. Die Themen sind über alle Lebensbereiche im Wienerwald gestreut.
Feuersalamander im Edellaubwald des Moosgraben, Wien-Hernals.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Stefan.lefnaer
Für die Verwaltung des Biosphärenparks Wienerwald wurde eine gemeinnützige GesmbH. von den beiden Bundesländern gegründet, wobei die Generalversammlung von den beiden zuständigen Landesräten gebildet wird. Sie befindet sich gemeinsam mit verschiedenen Schulen im Norbertinum in Tullnerbach.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Wienerwald" der
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Website Screenshot 2017: https://www.bpww.at/
Biosphärenpark Wienerwald
Biosphärenpark Wienerwald Management GmbH
Norbertinumstraße 9, 3013 Tullnerbach
Telefon: +43 (0)2233 54 187
E-Mail: office@bpww.at
www.bpww.at
 
 
 
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Volksgarten
Der Volksgarten liegt auf einem Areal, auf dem sich früher in erster Linie Festungsanlagen befanden. Darin wurde ein Park angelegt, der ursprünglich als Privatgarten für die Erzherzöge gedacht war, doch auf Vorschlag der Hofgartenverwaltung der erste öffentliche zugängliche Park in Hofbesitz wurde.
Ab 1825 war die Bezeichnung Volksgarten gebräuchlich. Verantwortlich für das Konzept des Garten war Ludwig von Remy, die gärtnerische Gestaltung erfolgte durch den Hofgärtner Franz Antoine dem Älteren. Die streng geometrische Form der Wege erleichterte auch die Überwachung der Besucher.
In der Mitte der Anlage wurde von 1819 bis 1823 nach Entwürfen von Peter von Nobile der Theseustempel angelegt. Nach Schleifung einer Kurtine um 1860 wurde der Volksgarten von Franz Antoine dem Jüngeren im Zuge des Ringstraßenbaus im französischen Barockstil erweitert und 1864 mit einer Einfriedung von Moritz Löhr versehen.
Das Palmenhaus
ist ganzjährig geöffnet.
 
 
Palmenhaus
Das 1882 eröffnete Schönbrunner Palmenhaus ist das prominenteste der vier Pflanzenhäuser im Schönbrunner Schlosspark und, zusammen mit den Kew Gardens und dem Palmenhaus von Frankfurt, weltweit eines der drei größten seiner Art.
Die Eisen-Glas-Konstruktion ist ein architektonisches Schmuckstück des Schlossparks. Das Haus wurde von 1986 bis 1990 generalsaniert. Heute zeigt es Teile der Schausammlungen der Bundesgärten mit zahlreichen mediterranen, tropischen und subtropischen Pflanzen.
Von den wichtigsten Pflanzenarten fehlen nur die Wüstenpflanzen, die man sich jedoch im nahen und erst vor kurzem eröffneten Wüstenhaus ansehen kann. Dort gibt es eine künstliche Landschaft voller Kakteen, in der farbenfrohe Geckos in der Hitze baden und winzige Elefantenspitzmäuse zwischen den Felsen und Sukkulenten herumhuschen.
Das Palmenhaus
ist ganzjährig geöffnet.
 
 
Grinzing
Kaiser Probus ist schuld daran, dass schon 276 n.Chr. die ersten Weinstöcke auf den Hügeln rund um Grinzing gepflanzt wurden. Diese botanische Nebenbeschäftigung der römischen Legionäre brachte dem kleinen Dorf vor den Toren Wiens Wohlstand und viel, viel später sogar internationale Berühmtheit - denn in dieser anmutigen Landschaft wächst ein vorzüglicher Wein!
Um bei allen kriegerischen Auseinandersetzungen der letzten 700 Jahre gelegentlich ungeschoren davonzukommen, legten die Grinziger Weinbauern von ihren Weinkellern aus unterirdische Fluchtwege an, die sie bis in ihre geliebte Grinzinger Kirche brachten.
Auch das ehemalige "Alte Preßhaus", Grinzings älteste Weinschänke, besaß einen Gang unter der Erde. Seit 1527 wurde in dem mächtigen, eindrucksvollen Keller der "junge Wein" ausgeschenkt.
Vor einer prachtvollen, 250 Jahre alten Weinpresse und großen, alten Fässern konnte man hier Heurigengemütlichkeit erleben. Diese typische Wiener Geselligkeitsform, seit Maria Theresias Zeiten als "Heuriger" amtlich bezeichnet, ist für den Wiener ein kleines, zeitloses Stückchen Glück.
 
 
 
 
 
 
 
 
Der Augarten
Ein allen Menschen gewidmeter Erlustigungsort
Die Gartenanlage im französischen Stil bietet neben einem gepflegten Parterregarten mit aufwändigen Blumenlandschaften auch ein weitläufiges, von schattigen Alleen aus Kastanien, Rüstern, Linden, Eschen und Ahornbäumen durchzogenes Gebiet, das für die Bevölkerung und für touristische Besucher Raum zur Erholung, aber auch zur sportlichen Betätigung bietet.
Älteste barocke Gartenanlage Wiens
Wie in fast allen Bundesgärten in Wien ist der Zugang in der Nacht nicht möglich, da die fünf Parktore vom Einbruch der Dunkelheit bis zum frühen Morgen geschlossen sind; Metallschilder mit den saisonabhängigen Öffnungszeiten sind an den Toren angebracht.
Flaktürme Augarten - Monströse Überbleibsel des „Dritten Reichs“
Im Sommer 1944 wurde mit dem Bau von zwei der Wiener Flaktürme (einem Gefechtsturm mit einer Höhe von 55 Metern und einem Leitturm mit einer Höhe von 51 Metern) begonnen, die durch ihre bizarre Erscheinung inmitten des Gartens mittlerweile zu einem Charakteristikum des Augartens geworden sind.
Augarten, 1020 Wien
ÖFFNUNGSZEITEN:
Der Garten wird von 1. April bis 31. Oktober um 6.30 Uhr
und von 1. November bis 31. März
um 7.30 Uhr geöffnet.
 
 
Prater Wien
Der Wellenbrecher oder umgangssprachlich einfach „Scherm“ genannte Kettenflieger begeistert seit Jahrzehnten die Praterbesucher und weckt mit Sicherheit zahlreiche Kindheitserinnerungen. In luftigen Höhen lässt sich hier schon im Eingangsbereich des Wurstelpraters ein erster Überblick über das Areal gewinnen.
Pratercard
Mit der Pratercard wird die Tradition der bargeldlosen Bezahlung bei den Praterattraktionen zeitgerecht weiter geführt, die vor Jahren mit dem „Calafati Schilling“ ihren Anfang nahm. Die Pratercard eignet sich hervorragend als Geschenk zu jedem Anlass, oder für Ihren nächsten Firmen-Betriebsausflug in den Wiener Prater.
Wiener Riesenrad
Das Wiener Riesenrad im Prater im Gemeindebezirk Leopoldstadt ist eine Sehenswürdigkeit und ein Wahrzeichen Wiens. Es wurde 1897 zur Feier des 50. Thronjubiläums Kaiser Franz Josephs I. errichtet und war zur damaligen Zeit eines der größten Riesenräder der Welt.
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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