Die Wiener Würstelbuden
Wo die Wurst am besten schmeckt
Imbissstand "Wiener Würstl" im 1. Bezirk von Wien, Innere Stadt, Seilergasse.
 Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Dr. Bernd Gross
Der (Wiener) Würstelstand ist die traditionelle österreichische Variante des Imbissstands: ein freistehender Verkaufsstand, in dem hauptsächlich kleine Fleischgerichte zum raschen Verzehr angeboten werden. In einigen Städten gibt es an bestimmten Plätzen nur Konzessionen für einen Nachtwürstelstand. Dieser darf nur vom Abend bis in die Morgenstunden betrieben werden und muss über die Tageszeit von der öffentlichen Verkehrsfläche entfernt werden. Es handelt sich hierbei um mobile Stände, die tagsüber am Stadtrand oder in einer nahen Garage geparkt werden.
Würstelstand; Fahrbare Verhaufsbude. Verkäufer und Kunden; um 1935.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Wien, Würstelstand; Fahrbare Verkaufsbude; 1938.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Gegründet wurde diese Einrichtung während der k.u.k. Monarchie, um Kriegsinvaliden ein Einkommen zu sichern. Ursprünglich handelte es sich um fahrbare Verkaufsstände oder Garküchen; erst in den 1960er-Jahren wurden in Wien fixe Stände erlaubt. Würstelstände sind heute fester Bestandteil der österreichischen Großstadtkultur und haben auch in der Kunst ihre Spuren hinterlassen, etwa im Wiener Genrelied "Der Würstelmann beim Schottentor" (1956) oder in Hans Carl Artmanns Buch "Im Schatten der Burenwurst."
Wiener Würstelstand bei Nacht, Würstelmann überreicht einem Kunden die Würstl; 1953.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das traditionelle Angebot umfasst Burenwurst, Käsekrainer, Frankfurter (im Ausland „Wiener“ genannt), Bosna, Waldviertler, Debreziner und Leberkäse – jeweils mit süßem oder scharfem Senf, sowie einem Stück Brot oder einer Semmel; als Beilage stehen eingelegte Gemüse wie Pfefferoni (mild oder scharf), Salz- oder Essiggurkerl sowie eventuell Silberzwieberl zur Wahl. Auch Gabelroller (in der Variante mit scharfer Paprikasauce „Teufelsroller“ genannt) oder Mannerschnitten gehören meist zum Sortiment. An Getränken gibt es das obligate Bier oder das Stifterl; bei Alkoholfreiem haben mittlerweile Eistee und Cola die Klassiker Keli und Schartner Bombe abgelöst – lediglich der Almdudler ist nach wie vor erhältlich.
Wien; Würstelstand bei Nacht, davor ein Zeitungsverkäufer, eine Frau kauft ein
Exemplar 'Neues Österreich', ein wartender Mann steht an einer
Autobushaltestelle, im Hintergrund ein Gebäude der Air France; 1955.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Ketchup und Mayonnaise als Würzungen sind neueren Datums. Heutzutage ergänzen auch oft Hot Dogs, Pizzaschnitten oder Schnitzelsemmeln das Angebot, wobei derartige Lokalitäten allerdings meist auf den Titel Würstelstand verzichten.
Wiener Würstelstand bei Nacht, Würstelmann überreicht einem Kunden die Würstel.
Legende: "Will man sich auf einem Bummel durch das naechtliche Wien ein wenig staerken,
ist das Ziel der naechstgelegene Wuerstelmann. Beim fahrenden Restaurant der
Nacharbeiter und Nachtschwaermer sind Kellner, Barmusiker, Polizeibeamte, Buehnenarbeiter,
Postbeamte und Vertreter vieler anderer Berufe allnaechtlich zu Gast."; 1953.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der angeblich älteste Wiener Stand dieser Art, der Würstelstand LEO, besteht seit 1928. Seinen Ursprung hat er im Jahr 1918, als sich nach Abschluss seiner Kellnerlehre der namensgebende Leopold Mlynek sen. mit einer Nachtlizenz (siehe Nachtwürstelstand oben) selbständig machte. Er eröffnete seinen Stand vor der heutigen Apotheke Auge Gottes. Um ca. 4 Uhr in der Früh musste er seinen mobilen Verkaufsstand in den Innenhof der Nußdorfer Straße 55 ziehen. Zehn Jahre später konnte Mlynek sen. seinen ersten festen Würstelstand aufmachen.
Am Würstelstand; Ein junges Paar füttert sich gegenseitig mit Würstel und Brot; 1962.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
1987 erfolgte der Umzug auf den aktuellen Standort vor dem Cafe Blaustern. Im Laufe der Jahre folgten drei Neubauten, der bisher letzte, 4. Stand besteht seit 1997. In dritter Generation wird der Würstelstand, der mehrfach Thema von Reportagen in Printmedien und Fernsehen ist, von Vera Tondl, der Enkelin des Gründers geführt. Das Familienunternehmen, heute eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, umfasste seit der Gründung über bis zu fünf Betriebe in unterschiedlichen Branchen gleichzeitig.
Würstelstand; Ein Mädchen beißt vor einem Würstelstand in eine Wurst.
Im Vordergrund eine Preistafel. ;1954.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Bei „originalen“ Wiener Würstelständen ist der Wiener Schmäh unvermeidlicher Bestandteil der Konversation. Zudem herrscht ein eigener wienerischer Jargon vor, den zu erlernen einem Ortsfremden nahezu unmöglich ist.
 „A Eitrige, an Bugl und a 16er-Blech“
Eine oft zitierte, aber irreführende Legende ist die Bestellung einer „Eitrigen mit an Schoafn, an Bugl und ana Hüsn dazua“ („Eitrige“ = Käsekrainer; „Schoafa“ = scharfer Senf; „Bugl“ = Brotendstück, bekannter als „Scherzerl“; „Hüsn“ = Flasche Bier; wahlweise auch „a 16er Blech“ als eine Dose („Blech“) Ottakringer Bier). Besagte Bestellung – in diversen Varianten kolportiert – wird zwar verstanden; der Sprecher gibt sich damit jedoch als Nicht-Einheimischer zu erkennen. Die adäquate Terminologie ist komplexer, zumal sie auch bezirksweise variiert.
Ein Mann und eine Frau vor einem Würstelstand. Der Mann füttert die Frau mit
einem Würstel. Legende: "Selbstverständlich gibt es auch viel Laufkundschaft.
Dazu gehören in erster Linie die Drahrer, deren Endstation unweigerlich der Würstelmann
 ist, schon deshalb, wel er keine Sperrstunde kennt."; 1950.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
„Doch genießt der Würstelstand weithin große Sympathie, wie man von einem guten Bekannten spricht, der über jeden Tadel erhaben ist. Hier gilt auch der Einheimische noch was: wer akzentfrei am Würstelstand bestellen kann und die Nachrede des Taxifahrers versteht, ist in der Stadt angekommen. Dabei ist der Kult ein relativ junger, der Einzug in die Populärkultur fand ab den 80er Jahren statt, Berichte in Filmen und Magazinen illustrierten die soziale Elastizität und Durchlässigkeit, eine Gesellschaftstankstelle für den Großstadtflaneur. Der Würstelstand wurde zur Wiener Marke wie der Heurige oder das Kaffeehaus.“ – Gregor Schuberth: 2004/2012
Würstelstand Kärntner Straße, Ecke Krugerstraße.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / böhringer friedrich
Im Februar 2012 hat ein „richtiger“ Würstelstand Eingang auf dem Wiener Opernball gefunden. Dieser wurde in der Oper „im Altwiener Stil“ gebaut. Die Institution (Wiener) Würstelstand ist immer wieder auch in Kunst und Kultur vertreten. „In der Tante Jolesch pflegte Torberg nachts beim Würstelstand am Schottentor einen Apfel zu essen, während sein schräger Begleiter Dr. Sperber einige Burenwürste verzehrte.“
Welche wählt man aus dem reichhaltigen Angebot ?.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Politikaner
Am Würstelstand. Ausgabe aus der ORF-Dokumentarreihe Alltagsgeschichten von Elizabeth T. Spira; 1995. Würstelstand. Ein Zehn-Minuten-Kurzfilm von Nicolas Neuhold um zwei Einbrecher, die nach einem erfolgreichen Einbruch auch noch einen Würstelstand aufbrechen; 2004. Eh wurscht. „Ein Würstelstand in Wien. Wo, wenn nicht hier, treffen sich Eingeborene und Touristen, Genies und Wahnsinnige, Operngänger und Frauenmörder, Vorstadtteenies und alte Grantler?“ Theaterstück (und Zitat) von Franz Wittenbrink in der Josefstadt, 2010.
auszugsweise aus
de.wikipedia.org/wiki/Würstelstand
Was wäre Wien ohne den Würstelstand?
Würstelstand - © Georg Tschannett - Fotolia.com
Würstelinsel am Wiener Naschmarkt
© Fotolia Bilddatenbank - de.fotolia.com
Obwohl es die ersten Würstelbuden bereits 1134 in Regensburg gegeben haben soll, ist der Würstelstand in Wien schon vor langer Zeit zu einem festen Bestandteil des kulinarischen Angebotes geworden. Standorte typischer Würstelbuden zu nennen ist müssig, denn man stösst fast an jeder Ecke auf eine. Man nennt sie spöttisch und in Anlehnung an das noble Hotel auch "Kleines Sacher" und genehmigt sich zu jeder Tages- und Nachtzeit gerne eine der beliebten Spezialitäten.
"A klasse Hasse" ist, frei übersetzt, eine erstklassige heiße Wurst.
Aber welche wählt man aus dem reichhaltigen Angebot ?
Wiener Würstelstand am Schwarzenbergplatz.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Clemens Pfeiffer
Darfs eine Burenwurst sein, die der Wiener liebevoll Burenhäutl nennt? Vielleicht auch ein knackiges Paar Frankfurter, die im Ausland Wiener heißen, oder eventuell Debreziner, die mit ihrem feurigen Innenleben an die Monarchie und deren lukullische Hinwendung zu Ungarn erinnern? Eine "Waldviertler" mit deftigem Räuchergeschmack ist auch nicht zu verachten! Vielleicht genehmigt man sich aber auch eine Käsekrainer oder knusprige Bratwüstel, oder man triftet in die unbegreiflichen Weiten des Wiener Geschmackes ab und widmet sich genussvoll einem Leberkäse, der weder Leber noch Käse beinhaltet, sondern ein g'schmackiges Gemisch aus Schweinefleisch, Rindfleisch und geheimen Gewürzen ist. Hat man seine Wahl getroffen, dann wird man unweigerlich mit einer Gewissensfrage konfrontiert.
Mobiler Würstelstand in Wien am Michaelaplatz.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / GrillBar
"Süss oder scharf?" Damit ist die gewünschte Art Senf gemeint.
Bei einem guten Würstelstand ist aber damit alleine die Art und Weise der Darreichung des Würstels noch lange nicht geklärt.
Jetzt kommen erst die Standardfragen:
"Schneiden oder im Ganzen?"
"Wolln's Gurkerln auch?"
"Brot oder Semmel?"
"Wolln's a Scherzerl?"
"Eventuell ein bisserl Kren?"
"Was darfs zu trinken sein?"
"Schmeckt's?"
Brotanschnitt („Bugl“) mit Würstel an einem Wiener Würstelstand.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Johann Werfring
Bei einem gutgehenden Würstelstand gehen pro Tag rund 500 Würstel über die Theke. Und wer isst die? Der Herr Minister neben der biederen Hausfrau, der Schulbub neben seinem Lehrer, der Herr Kanzleirat neben einem Rockmusiker, der berühmte Schauspieler neben einem Fan, der Wiener neben den Touristen.
Auch eine Wiener Würstelstand Spezialität "Der Pferde-Leberkäs".
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Das Publikum am Würstelstand ist gemischt, aber voller Freundlichkeit und Eintracht.
Und weil man als echte Wienerin auch gerne eine Empfehlung abgibt, bekenne ich, dass meine Stammwürstelstände am Hohen Markt und vor der Oper stehen. Aber es gibt noch zumindest 999 andere, wo man beherzt in die "klasse Hasse" beissen kann.
auszugsweise aus
www.ostbahnfini.com
Würstelstand
Wo die Wurst am besten schmeckt
Würstelstand vor der Albertina in Wien.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Braveheart
Fastfood ist zwar sehr praktisch in diesen hektischen Zeiten, doch ein kulturelles Erlebnis oder die Gelegenheit, sich mit dem Nachbarn auszutauschen, bietet es selten. In Wien aber gibt es an vielen Straßenecken genau das, vom frühen Vormittag bis zum Abend und noch später. Die kulinarische Institution des Würstelstands mit seinem bunten Retro-Styling aus den Fünfzigerjahren, den Schiebefenstern und der Chromtheke ist ein willkommener, tröstlicher und unersetzlicher Teil des modernen Wien. Die 300 oder mehr Würstelstände in der Hauptstadt bieten einen Lobgesang auf die bescheidene Wiener Wurst und gleichzeitig Wiens ältestes Fastfood.
© Verlag Christian Brandstätter - Duncan J. D. Smith
Ein klassischer Wiener Würstelstand in der Kupferschmiedgasse
© Verlag Christian Brandstätter - Duncan J. D. Smith
Die Kundschaft kennt keine sozialen und ökonomischen Grenzen: Hier stehen der arme Student und der vom Shopping Erschöpfte neben dem Manager, dem Büroangestellten und dem Nachtschwärmer; Mann und Frau, Jung und Alt, alle genießen sie ihren herzhaften nichtvegetarischen Imbiss. Von den etwa zwanzig erhältlichen Wurstsorten verkauft jeder Stand etwa ein halbes Dutzend, von den üblichen (etwa die dünnen heißen Frankfurter – die in Frankfurt übrigens Wiener heißen – und Bratwurst, gekocht als Burenwurst populär) bis zur weniger bekannten dicken Käsekrainer, einer Schweinswurst mit Käsestücken, den dünnen, scharfen ungarischen Debrezinern und der geräucherten Tirolerwurst.
Würstelstand "Würstelmausi" in Wien.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Andrew Nash
Dazu gibt es heißen Leberkäse, der weder Leber noch Käse enthält und meist scheibenweise in einer Semmel verzehrt wird. Gelegentlich wird er aus Pferdefleisch hergestellt; eine weitere Variante enthält tatsächlich Käse. Die Wurst wird traditioneller Weise aufgeschnitten auf einem Pappteller serviert, zusammen mit einem Zahnstocher, einer Semmel oder Brot, süßem oder scharfem Senf und Essiggurken; das alles wird mit einem Kohlensäuregetränk oder Bier hinuntergespült. Kunden, die im Gehen essen wollen, sollten sich für eine Art Hotdog entscheiden, ein Würstchen in einem gehörig mit Ketchup angefeuchteten, in eine Serviette gewickelten Brötchen.
Würstelstand bei der Straßenbahn Haltestelle Volkstheater.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Andrew Nash
Etwas feinere, aber nicht weniger wienerische kleine Mahlzeiten erhält man beim berühmten Buffet Trzesniewski in der Dorotheergasse1, wo von uniformierten Kellnerinnen Roggenbrot-Sandwiches mit den verschiedensten Aufstrichen den Gästen serviert werden, die sie mit einem kleinen Glas Bier (einem so genannten Pfiff) hinunterspülen. In den kühlen Herbst- und kalten Wintermonaten gibt es auch zahlreiche Stände, an denen heiße Kastanien (Maroni), Bratkartoffeln, Kartoffelpuffer mit und ohne Knoblauch und Glühwein oder Punsch verkauft werden – das Beste gegen kalte Nasen und Erfrierungen an den Fingern! Vor allem in den wunderhübschen Christkindlmärkten (zum Beispiel am Rathausplatz, auf der Freyung, am Spittelberg und vor dem Schloss Schönbrunn), deren lange Geschichte bis 1298 zurückreicht, kann man viele dieser Stände finden.
auszugsweise aus
Duncan J. D. Smith; Nur in Wien
Ein Reiseführer zu sonderbaren Orten, geheimen Plätzen
und versteckten Sehenswürdigkeiten
Burenhäutel, Burenhäudl, Burenwurst.
Wurstspezialität, die nirgendwo besser schmeckt
als an Wiener Würstelständen
Burenwurst vulgo "Hasse".
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Johann Werfring
Die Burenwurst, da liegt sie. Krumm, rot, verschwitzt. Ist nicht schön. Ist nicht fein. Ist so nichts Besonderes, dass sie schon wieder etwas Besonderes ist, nähmlich ein verderbliches Heiligtum der Wiener neben Schnitzel, Schweinsbratl und anderen Kameradschaftsgerichten. Ist so populär, dass nicht eimal über ihren Namen Klarheit besteht: Die etwas attraktivere Legende berichtet von holländischen Soldaten, die sie am Ende des letzten Jahrunderts aus dem Burgenkrieg ins Land geschleppt hätten wie eine ansteckende Krankheit. Die etymologisch verlässlichere Herkunftsgeschichte verweist allerdings auf das babylonische Sprachgewirr der k. u. k. Monarchie, derzufolge die sogenannte "Klobasse" (das Fleischhauersynonym für Burenwurst) auf das slowakische "Kolbasz" hindeutet, was "Bauer" heißt.
Bauernwurst, Burenwurst, völlig wurst. Im Inländersprachgebiet wird sie sowieso nur "Heiße" oder bestenfalls "Burenheidl" (=Burenhaut) gerufen oder sprachlos zum Verzehr preisgegeben. Damit kommen wir zum heikelsten Thema unserer Führung. Ja, die Burenwurst besteht aus Fleisch. Auch. Sie gehört zur Gattung der Bratwürste, denen die "Landesinnung Wien der Fleischer" immerhin die Güteklasse 3b) verlieh. Damit liegt sie qualitätsmäßig im hinteren Mittelfeld, und nur ein Präuße würde feststellen, dass hinter dem hinteren Mittelfelde nichts mehr kommt außer ausgemusterten Speckschwartln. Die Wurstmasse setzt sich aus 55 Teilen Brät, 25 Teilen Speck und 20 Teilen Salzstoß zusammen, auf 100 Teile Wurstmasse kommen 3 Teile Kartoffelstärke, und was Salzstoß bedeutet, soll unser kleines Geheimis bleiben, denn nur ihre vielen kleinen Geheimnisse machen die Burenwurst so pikant.
auszugsweise aus
Christian Seiler; Ode an die Burenwurst
community.reflex.at/~martin.haberfellner
Käsekrainer, Eitrige.
Wurstspezialität, die nirgendwo besser schmeckt
als an Wiener Würstelständen
© Würstelstand LEO - www.wuerstelstandleo.at
Käsekrainer vom Würstelstand LEO, Ecke Nußdorferstr./ Währinger Gürtel.
© Würstelstand LEO - www.wuerstelstandleo.at
Käsekrainer (Wienerisch auch: Eitrige) sind leicht geräucherte Brühwürste mit grobem Brät aus Schweinefleisch und einem Anteil von 10 bis 20 % Käse (z. B. Emmentaler) in kleinen Würfeln. Sie wurden 1971 in Oberösterreich erfunden. Der Fleischermeister Franz Radatz jun. bezeichnet sich selbst als Erfinder der Käsekrainer. Sie gehören in ganz Österreich zum Standardangebot der Würstelstände. Sie sind eine Variante der Krainer Wurst. Käsekrainer können gekocht, gebraten oder gegrillt werden. Im Original werden Käsekrainer mit Senf und frisch geriebenem Kren serviert. In Wien, wo die Käsekrainer sehr beliebt ist, bestellt man als Würstelstand-Stammgast der Legende nach bei alteingesessenem, Wienerisch sprechendem Personal „a Eitrige mit an Schoafn, an Bugel und an 16er-Blech“ (für: „eine Käsekrainer mit scharfem Senf, einem Brotanschnitt und eine Dose Ottakringer Bier“), wobei ein Verwenden dieser in Wirklichkeit eher unüblichen Phrase, aufgrund der häufigen Nennung in Fremdenführern, Fernsehen etc. als das Beispiel für typisch wienerische Ausdrücke, einen schnell als unerfahrenen Touristen outen kann.
Frankfurter, Wiener.
Wurstspezialität, die nirgendwo besser schmeckt
als an Wiener Würstelständen
© Würstelstand LEO - www.wuerstelstandleo.at
Frankfurter vom Würstelstand LEO, Ecke Nußdorferstr./ Währinger Gürtel.
© Würstelstand LEO - www.wuerstelstandleo.at
Als „Frankfurter“ bezeichnet man eine dünne Brühwurst aus reinem Schweinefleisch im Saitling (Dünndarm vom Schaf). Ihr besonderes Aroma wird durch ein spezielles Räucherverfahren bei niedrigen Temperaturen erreicht. Zum Verzehr werden Frankfurter Würstchen nicht gekocht, sondern nur etwa acht Minuten in heißem Wasser erhitzt, da die Haut sonst schnell aufplatzt. Gegessen werden sie traditionell paarweise mit Senf bzw. Kren und Brot. Dem Fleischermeister waren die Frankfurter Würste aus seiner Lehrzeit bekannt. Diese waren aus grobem Schweinefleischbrät hergestellt. Die Metzgerzunft in der Mainmetropole achtete darauf, dass Rinder- und Schweinefleisch streng getrennt blieben. In Wien hingegen gab es diese strikte Abgrenzung nicht. Außerdem waren die dortigen Wursterzeugnisse feiner durch stärkere Zerkleinerung des Rohmaterials. Lahner experimentierte mit einer Mischung der Füllmasse aus Rinder- und Schweinefleisch. Das Brät stellte er zusätzlich in wesentlich feinerer Konsistenz her. Den gefüllten Saitling räucherte Lahner anschließend mild. Den Unterschied in der Herstellung zwischen Original Frankfurter Würstchen aus Schweinefleisch und den Wiener Würstchen gibt es noch heute. Johann Georg Lahner gilt als Erfinder der Wiener Würstchen, die er selbst jedoch als Frankfurter bezeichnete und als solche in seinem Fleischerladen verkaufte. Seine Frankfurter, wie sie Lahner zur Erinnerung an seine Lehrzeit nannte, wurden bald an den Hof geliefert, wo sie auch die Majestäten gerne verspeisten. Prominente Liebhaber dieser als Gabelfrühstück und Zwischenmahlzeit beliebten Wurst waren etwa Johann Nestroy, Franz Schubert, Johann Strauß und ganz besonders Adalbert Stifter.
Zur Geschichte des ältesten Würstelstand Wiens
"Würstelstand LEO"
Würstelstand Leo - Bild: © E. Gaube, Citype
Würstelstand LEO, Ecke Nußdorferstr./ Währinger Gürtel in Döbling.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
1928 gründete mein Vater Leopold Mlynek sen. den ersten Würstelstand Wiens. Damals stand der Wagen vor der Apotheke Auge Gottes. Bis vor ca. 30 Jahren gab es verschiedene Berechtigungen für Tag-oder Nachtbetrieb. Im Jahre 1952 wurde unser Verkäufer Fritz Wilfing angestellt, welcher 25 Jahre lang 6 Nächte in der Woche tätig war. Selbstverständlich ist das nicht der gleiche Stand, wie 1928, es Ist bereits die vierte Generation und wurde 1997 neu, nach modernsten Erkenntnissen gebaut. Im Jahre 1987 übersiedelten wir mit unserem Standplatz auf Die gegenüberliegende Insel beim Taxistandplatz vor dem Jetzigen Cafe Blau-Stern.
Würstelstand LEO; Ein Würstelverkäufer zieht seinen mobilen kleinen Würstelstand
hinter sich her. Rechts eine Bushaltestelle und Passanten; 1950.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Unser Fritz wurde ein echtes Wiener Original. In diesen Jahrzehnten und auch heute noch kamen und kommen viele Prominiente aus Kultur, Medien, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zu unseren Würstelstand. Unser berühmtester Gast war der damals amtierende Bundeskanzler Dr.Bruno Kreisky, der in das Stammbuch unseres Verkäufers Fritz schrieb: Besser als vor Stunden beim Festbankett, schmeckt mir jetzt Die Heiße beim Würstelstand.
Nächtliche Würstelstandgäste, lauter junge Leute, stehen vor dem Würstelstand LEO
und essen. Im Hintergrund der Würstelverkäufer, der aus seinem Stand hervorblickt; 1958.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Unser Fritz,war 25 Jahre bei uns beschäftigt und zwar von Dienstag bis Sonntag von 8 Uhr abends bis 4 Uhr früh. Montag war sein freier Tag. Eigentlich wollte er nicht, dass ein anderer Mensch für ihn arbeitet, er wollte sich doch nicht in die Karten schauen lassen. Einmal im Jahr hatte er zwei Wochen Urlaub, denn im Jahre 1953, als er begann, waren eine 48 Stundenwoche und eben nur 2 Wochen Urlaub pro Jahr die Norm. Dies hat sich natürlich im Laufe der Jahre verändert. Heute sind es immerhin 5 Wochen Urlaub und wir haben die 40 Stundenwoche.
Unser Fritz war ein eigener Typ. Seine Gäste begrüßte er immer mit : Servus mein Freund! Außerdem war er ein fanatischer Fußballanhänger und als Döblinger natürlich Viennaanhänger. Die Fußballergebnisse wurden von seinen Kunden und Freunden am Abend, bzw. in der Nacht nachgefragt und gerne wurde gemeinsam darüber diskutiert. Wenn Studenten "neger", das heißt in Geldnöten waren, ließen diese beim Fritz aufschreiben. Am nächsten Monatsersten, wenn die Studenten das Geld von zuhause bekamen, bezahlten sie die Schulden mit einem kleinen Aufschlag gerne zurück.
© Würstelstand LEO - www.wuerstelstandleo.at
Käsekrainer vom Würstelstand LEO, Ecke Nußdorferstr./ Währinger Gürtel.
© Würstelstand LEO - www.wuerstelstandleo.at
Einmal kam ein Kunde zu ihm und gab Fritz eine größere Summe für eine Burenwurst und erklärte ihm, dass er heute ein gut verdienender Generaldirektor sei, dieser Betrag eine Kleinigkeit für ihn sei. Er würde ihm das nie vergessen, dass er als Student, wenn er Hunger hatte, aufschreiben (Schulden machen) lassen konnte.
Der ehemalige Bundeskanzler Dr. Kreisky kam auch öfter zu ihm Burenwurst essen und schrieb ihm ins Stammbuch, dass ihm die Wurst beim Würstelstand besser geschmeckt hat, als vorher das Festessen beim Bankett. Wie Kreisky das erste Mal kam, fragte der Kriminalbeamte, wie viel er bekomme und Fritz meinte öS 100,-. Daraufhin fragte der Kriminalbeamte unseren Fritz ob er deppert geworden sei und Fritz meinte, er sei nur ein armer Knecht und dies ist der große Bundeskanzler. Dr. Kreisky hörte dies, lachte herzlich und von dieser Zeit an bekam er 100 Schilling. (Ob es wahr war, weiß ich nicht, aber Fritz erzählte mir das so.)
Würstelstand LEO, Ecke Nußdorferstr./ Währinger Gürtel in Döbling.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Caro Kaiser
Fritz hatte zwei Brüder, einer davon hieß Franz und hatte den Spitznamen "der Rittermeister". Diesen Spitznamen hatte er von meinem Vater bekommen als dieser noch selbst im Würstelstand arbeitete und zwar aus folgendem Grund. Der Rittermeister trug mit Vorliebe Reiterhosen und Reitstiefel und spazierte öfters mit zwei Damen eingehängt, eine rechts, die andere links beim Stand vorbei. Mein Vater rief ihm zu: Herr Rittermeister, wo sind die Pferde und er antwortete: die sind gesattelt, grinste, deutete auf seine zwei Damen und marschierte mit stolzgeschwellter Brust weiter.
Würstelstand Leo - Bild: © E. Gaube, Citype
Würstelstand LEO, Ecke Nußdorferstr./ Währinger Gürtel in Döbling.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Die erste Frage ist, wann eigentlich die Nacht beginnt, so um 20 Uhr oder um 24 Uhr oder spielt die Zeit für einen echten Drahrer keine Rolle. Dazu möchte ich bemerken, dass der Fasching ja am 11.11. um 11:11 Uhr beginnt und bei den meisten Teilnehmern an diesem Ereignis die Nacht, bzw. das Nachtleben ja um diese Zeit beginnt. Vor Jahren gab es auch beim Heurigen die so genannte Elfuhrmesse, das heißt, dass dies die Messe war, wo mit dem Weinglaseln zusammengeläutet wird.

Nun, ein Gast hat auch schon bei Einbruch der Dämmerung gerufen: Freunde, die Nacht beginnt kalt zu werden, es ist Zeit, schärfer zu zechen!

Nun meine Geschichte beginnt so zwischen 2 und 4 Uhr früh bei einem original Wiener Würstelstand. Der Würstelmann, nennen wir diesen Karl, Charly oder auch Alter genannt, hatte meistens einen ungewöhnlich großen Bierdurst. Um dieses Verlangen möglichst kostengünstig zu ermöglichen, erfand der gute Mann das Gurkerlspiel.
Würstelstand LEO, Ecke Nußdorferstr./ Währinger Gürtel.
© Würstelstand LEO - www.wuerstelstandleo.at
Das Gurkerlspiel hatte so seine Tücken, denn die Chance für einen Gewinn lagen für Charly 10 zu 1. Nicht, dass ihn das gestört hätte, er dachte, der Zweck heiligt die Mittel. Nun wollen wir uns den Tatsachen zuwenden. Mit listigem Blick verfolgte er die Bewegungen seiner Sportkameraden, wie diese zum Beispiel ihre Käsekrainer verzehrten und eventuell dazu ein Bier tranken. Bevor die letzten Bissen aufgegessen waren kam die Fangfrage von unserem Charly, denn der Durst musste schon sehr stark sein. Traust du dich antreten zu einem sportlichen Wettkampf, dem berühmten Gurkerlspiel? Der Kunde wusste natürlich nicht, was unser Charly meinte und er ließ sich das Spielchen erklären. Charly: Du hast doch schon im Fernsehen gesehen, wie die Amerikaner in einer Hand den Holzschläger halten und damit auf einen Ball schlagen. Bei mir, alter Freund, hast du es viel einfacher. Dein Baseballschläger, so wird der Holzprügel genannt ist unser Besen, welcher zum Zusammenkehren verwendet wird und statt dem Ball nehmen wir ein Essiggurkerl. Aber, weil du es bist werde ich ein größeres Gurkerl aussuchen. Wenn du triffst, zahle ich ein Bier, wenn nicht, bekomme ich ein Bier. Selbstverständlich musst du mit dem Besenstiel arbeiten und nicht mit der breiten Strohseite. Der Kunde lächelte und fragte unseren Charly, ob er vielleicht schon leicht besoffen (betrunken) wäre, was dieser natürlich verneinte. Er beteuerte, dass dies doch ein Geschicklichkeitsspiel sei und so ähnlich wie Golf. Unser Kunde spielte das Spiel mit, traf natürlich nicht und meinte später, er wollte ihm eine Freude machen. Dies ließ Charly nicht gelten und meinte, dass er ihm das nächste Mal gerne Revanche gebe. Trotzdem war das Gelächter der Freunde der Nacht, welche beim Würstelstand waren, groß und es ist auch nicht so leicht mit dem dünnen Holzstangerl und Essiggurkerl zu treffen.
auszugsweise aus
Würstelstand LEO
Wien´s ältester Würstelstand
A 1190 Wien, Ecke Nußdorferstr./ Währinger Gürtel
www.wuerstelstandleo.at
 
 
 
 
 
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Johann Strauss
Wohnung
W i e n   M u s e u m
Johann Strauß (1825 – 1899) war der erfolgreichste Spross der Walzerdynastie und als solcher zwangsläufig der härteste Konkurrent seines Vaters. Er lebte in der kurz zuvor zur mondän-eleganten Praterstraße ausgebauten ehemaligen Jägerzeile in den Jahren 1863 bis 1870.
Die wichtigste mit dem Haus Nr. 54 verbundene Komposition ist das als "inoffizielle österreichische Hymne" bezeichnete Opus 314, der Walzer "An der schönen blauen Donau".
Zu den zahlreichen Exponaten der Musikerwohnung gehört eine kostbare Amati-Geige, welche einem Zertifikat von 1911 zufolge aus dem Besitz des Walzerkönigs stammt.
Praterstraße 54, 1020 Wien
Telefon: +43 (0)1 214 01 2
 
 
MuTh Konzertsaal
Es entsteht ein spannender Ort der Begegnung von Musik und Theater mit Fokus auf jungen Menschen mitten in Wien. Die neue Bühne ist top-ausgestattet und der Zuschauerraum bietet Platz für 413 Gäste. Die Bühne ist 12 x 9 Meter groß, hat einen optimal konzipierten Orchestergraben und die beste Akustik der Stadt.
Der Konzertsaal der Wiener Sängerknaben
Möge die Architektur dazu beitragen, dass dieses neue Musik- und Theaterzentrum seine positive Strahlkraft weit über die Grenzen Wiens entfalten wird.
Die Wiener Sängerknaben sind ein weltbekannter Knabenchor und eine Institution des Wiener Musiklebens, bestehend aus vier Einzelchören.
Am Augartenspitz 1 (Ecke Castellezgasse), 1020 Wien
Telefon: +43 1 347 80 80
www.muth.at
 
 
Der Augarten
Ein allen Menschen gewidmeter Erlustigungsort
Die Gartenanlage im französischen Stil bietet neben einem gepflegten Parterregarten mit aufwändigen Blumenlandschaften auch ein weitläufiges, von schattigen Alleen aus Kastanien, Rüstern, Linden, Eschen und Ahornbäumen durchzogenes Gebiet, das für die Bevölkerung und für touristische Besucher Raum zur Erholung, aber auch zur sportlichen Betätigung bietet.
Älteste barocke Gartenanlage Wiens
Wie in fast allen Bundesgärten in Wien ist der Zugang in der Nacht nicht möglich, da die fünf Parktore vom Einbruch der Dunkelheit bis zum frühen Morgen geschlossen sind; Metallschilder mit den saisonabhängigen Öffnungszeiten sind an den Toren angebracht.
Flaktürme Augarten - Monströse Überbleibsel des „Dritten Reichs“
Im Sommer 1944 wurde mit dem Bau von zwei der Wiener Flaktürme (einem Gefechtsturm mit einer Höhe von 55 Metern und einem Leitturm mit einer Höhe von 51 Metern) begonnen, die durch ihre bizarre Erscheinung inmitten des Gartens mittlerweile zu einem Charakteristikum des Augartens geworden sind.
Augarten, 1020 Wien
ÖFFNUNGSZEITEN:
Der Garten wird von 1. April bis 31. Oktober um 6.30 Uhr
und von 1. November bis 31. März
um 7.30 Uhr geöffnet.
 
 
Odeon Theater
Das Odeon wurde 1988 von Ulrike Kaufmann und Erwin Piplits als Spielstätte für ihr Serapions Ensemble gegründet. Der Theatersaal war ursprünglich der große Saal der Börse für landwirtschaftliche Produkte.
In Anlehnung an das griechische Odeion, das ein überdachter, freier Platz für Tanz- und Musikaufführungen war, wurde der Saal Odeon genannt.
Dem Serapions Ensemble liegt die Idee der Zusammenführung und der freien Entfaltung der Künste zugrunde – seine Arbeiten haben einen ganz besonderen, unvergesslichen Reiz, der sich aus der Verbindung von Musiktheater, Tanz, Schauspiel und bildender Kunst ergibt. Es arbeitet vor allem mit visuellen Mitteln und ist daher universell verständlich; Musik und Wort begleiten das Geschehen auf der Bühne.
Taborstrasse 10, 1020 Wien
Telefon: +43-(0)1- 216 51 27
www.odeon-theater.at
 
 
Im Etablissement Nestroy-Säle, das sich im unteren Teil des Hauses befand, 1899 eröffnet wurde und ein bekanntes Wiener Vergnügungsetablissements war, gab es ein Wirtshaus, eine Bierhalle, ein Restaurant in Form eines Wintergartens und im Keller die Tanzbar Sphinx sowie einen Theatersaal
Die Abendkassa hat an den Vorstellungstagen
ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn für Sie geöffnet.
2003 wurde eine Zwischendecke entfernt und dabei ein unversehrtes, zentrales Auditorium und eine Theaterbalkon-Ebene für mehr als 250 Personen entdeckt. Zwischen 2004 und 2007 fanden in unregelmäßigen Abständen kulturelle Veranstaltungen statt.
Nestroyplatz 1, 1020 Wien
Telefon: +43 (0) 189 00 314
E-Mail: contact@hamakom.at
www.hamakom.at
 
 
Weg der Erinnerung
Der „Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt“ führt zu vielen für das frühere jüdische Leben in der Leopoldstadt bedeutsamen Orten und macht die Geschichte der Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung sichtbar.
Der Erinnerungsweg ist ausschließlich im „öffentlichen Raum“ angelegt.
Er kann mit Hilfe des Folders und der Begleitpublikation auch ohne Begleitung begangen werden. Seit 2015 führt auch ein GPS-gesteuerter Multimedia-Guide zu den Steinen der Erinnerung. In Bild, Schrift und Ton erfährt man übers Smartphone oder Tablet die Geschichte der Personen, derer gedacht wird.
steinedererinnerung.net
 
 
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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