Zwischenbrücken
Zwischen der großen Taborbrücke und der kleinen Taborbrücke
1020 Wien
Zwischenbrücken © Bezirksvorstehung Brigittenau - www.wien.gv.at
Die Brigittenau und Zwischenbrücken nach der Donauregulierung um 1880.
© Bezirksvorstehung Brigittenau - www.wien.gv.at
Zwischenbrücken war 1849 / 1850 eine eigenständige Gemeinde und ist heute ein Stadtteil Wiens im 2. Wiener Gemeindebezirk, Leopoldstadt, sowie im 20. Wiener Gemeindebezirk, Brigittenau. Ein Teil des früheren Ortes, der in den donaunächsten Teil des späteren 21. Bezirks, Floridsdorf, reichte, ist bei der Wiener Donauregulierung 1870–1875 zu Gunsten des neuen Flussbetts des Hauptstromes und des Überschwemmungsgebietes abgetragen worden. Das Gebiet des historischen Zwischenbrücken liegt im Osten der Brigittenau, im Norden der Leopoldstadt und am Floridsdorfer Donauufer. Als Zählbezirk der amtlichen Statistik besteht Zwischenbrücken heute mit einigen Abweichungen vom Grenzverlauf der ehemaligen eigenständigen Gemeinde aus sieben Zählsprengeln, die ausschließlich im Gemeindebezirk Brigittenau liegen. Die Grenzen des Zählbezirks werden von den Bezirksgrenzen zu Floridsdorf und zur Leopoldstadt sowie innerhalb der Brigittenau vom in Hochlage verlaufenden Bahnkörper der Nordbahn gebildet. Das Wappen Zwischenbrückens zeigt eine rote Zunge, die von einem goldenen Heiligenschein umgeben ist. Dieser ist mit fünf fünfstrahligen goldenen Sternen besetzt. Im Wappen Brigittenaus erscheint das Symbol auf silbernen, im Wappen der Leopoldstadt auf blauem Hintergrund. Dieses Symbol steht für den Heiligen Johannes Nepomuk, den Brückenpatron. Die dem Schutzpatron der Brückenbauer geweihte Nepomuk-Kapelle, die sich ursprünglich in Zwischenbrücken befand, wurde im Zusammenhang mit der Donauregulierung 1875 abgetragen.
Zwischenbrücken - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Plan Zwischenbrückens 1821.
Topografische Bezeichnungen: Donau Arm, Donau-Canal, Nussdorf, Brigittenaue, k.k. Augarten, Leopoldstadt, Innerer Tabor, Taborhaufen (um 2012: Nordwestbahnhof), Wolfsschütthaufen, Zu den 3. Alliierte, Tabor i.d. Au, Kühhaufen, Gänsehaufen, im Todtenküpfel, Biberhäufel, Sallenaufen, Dürwissen, Viehcherl, Die Mühlschütt, Die neue Auschütt.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Seinen Namen verdankt das Gebiet der Lage zwischen zwei Donaubrücken, der großen Taborbrücke (nahe Floridsdorf) und der kleinen Taborbrücke (nahe Mauthaus Am Tabor / Taborstraße im 2. Bezirk), über die die Fernstraße von Wien nach Böhmen und Mähren verlief. Ihre Errichtung 1698 sowie die Befestigungsanlagen im nördlichen Augebiet Wiens (Großer Tabor) ermöglichten die Besiedlung des Gebietes.
Die ersten Häuser und Wachgebäude wurden von den hier stationierten Mautwächtern und Wachsoldaten errichtet, später kamen auch zwei Gasthäuser hinzu. Diese lebten von den Reisenden und den Fuhrleuten. Auch mehrere Schiffmühlen ließen sich am Nordufer der Taborau sowie am benachbarten Kaiserwasser bei der kleinen Taborbrücke nieder. Kirchlich gehörte Zwischenbrücken zur Pfarrkirche Leopoldau. Da es den Mautbeamten aber oft auch am Sonntag nicht möglich war, ihren Posten zu verlassen, forderten sie eine eigene Kapelle. Dieser Wunsch wurden ihnen schließlich 1769 mit dem Bau der Johannes-Nepomuk-Kapelle erfüllt. Als Benefiziat wurde Christian Volkmann eingesetzt. Unter seinem Nachfolger Hennrichs wurde die Kapelle 1809 samt der Kirchenkasse von den Franzosen geplündert. Gegenüber der Kapelle befand sich ein Gasthaus, in dem am 25. September 1814 Zar Alexander von Russland, König Friedrich Wilhelm von Preußen und Kaiser Franz I. zusammentrafen. Zur Erinnerung wurde das Gasthaus forthin "Zu den drei Alliierten" genannt. 1836 wurde Zwischenbrücken in die neu gegründete Pfarre Floridsdorf übernommen, danach begann der Aufschwung des kleinen Ortes. Nach dem Bau der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn, die hier 1838 den Betrieb aufnahm, wurden die Nordbahnwerkstätten in Zwischenbrücken angesiedelt. Zudem wurden eine Maschinenfabrik, ein Gaswerk und ein Walzwerk errichtet. Leopold Stephan erzeugte hier 1849 die ersten Gummiwaren Österreichs.
Zwischenbrücken - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Zwischenbrücken , Gasthaus "Zu den drei Alliierten", 1843.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
1850 wurde Zwischenbrücken nach Wien eingemeindet und gemeinsam mit der Brigittenau in den damals gegründeten 2. Bezirk, Leopoldstadt, eingegliedert. Das äußere Zwischenbrücken (nahe bei Floridsdorf) fiel der Wiener Donauregulierung zum Opfer und wurde 1870 bis 1875 abgetragen. Es hätte sich sonst auf dem neuen Überschwemmungsgebiet (Inundationsgebiet) der Donau, heute auf der Donauinsel, zwischen der Floridsdorfer Brücke und der Nordbahnbrücke befunden. Auch das innere Zwischenbrücken am Kaiserwasser wurde zum Teil abgetragen, da die Straßenzüge (heute Kreuzungsbereich Innstraße-Vorgartenstraße) nicht in die Rasterplanung parallel zum neuen Donaustrom passten. Der abgesiedelten Bevölkerung wurde in den damaligen Wiener Vororten Donaufeld, Leopoldau und Kaisermühlen, alle am linken Ufer der regulierten Donau, neuer Wohnraum angeboten. Das beliebte Vergnügungsetablissement „Universum“ nahe der Taborstraße musste 1870 dem Nordwestbahnhof weichen. Das Gebiet wurde in der Folgezeit rasch verbaut. Im Jahr 1900 erreichten Brigittenauer Kommunalpolitiker die Trennung von der Leopoldstadt und die Konstituierung des 20. Gemeindebezirks namens Brigittenau. Diese Trennung führte zur Teilung des historischen Zwischenbrücken, da die neue Bezirksgrenze dem Straßenraster schematisch folgte; der Teil Zwischenbrückens südlich der Innstraße verblieb beim 2. Bezirk. Der historische Ortsname scheint bis heute an der Grenze zwischen 2. und 20. Bezirk auf Stadtplänen auf, das Zwischenbrückener Wappen ist Bestandteil beider Bezirkswappen. Die letzte große Bebauung des Gebietes fand, vor allem im Brigittenauer Teil Zwischenbrückens, zur Zeit der Ersten Republik im „Roten Wien“ statt: Es wurden zahlreiche Gemeindebauten genannte kommunale Wohnhausbauten errichtet. Seit dem Jahr 2000 ist Zwischenbrücken in eine neue Entwicklungsphase eingetreten. Die beiden großen Güterbahnhofsgelände des früheren Nordwestbahnhofs und des früheren Nordbahnhofs, die das Gebiet von zentrumsnäheren Stadtteilen seit 1838 bzw. 1870 abgeschirmt haben, werden für den Bahnverkehr nicht mehr benötigt und daher in neue Stadtteile umgewandelt (siehe Nordbahnhofgelände). Dadurch verliert Zwischenbrücken seine Randlage im zentralen Stadtbereich.
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MuTh Konzertsaal
Es entsteht ein spannender Ort der Begegnung von Musik und Theater mit Fokus auf jungen Menschen mitten in Wien. Die neue Bühne ist top-ausgestattet und der Zuschauerraum bietet Platz für 413 Gäste. Die Bühne ist 12 x 9 Meter groß, hat einen optimal konzipierten Orchestergraben und die beste Akustik der Stadt.
Der Konzertsaal der Wiener Sängerknaben
Möge die Architektur dazu beitragen, dass dieses neue Musik- und Theaterzentrum seine positive Strahlkraft weit über die Grenzen Wiens entfalten wird.
Die Wiener Sängerknaben sind ein weltbekannter Knabenchor und eine Institution des Wiener Musiklebens, bestehend aus vier Einzelchören.
Am Augartenspitz 1 (Ecke Castellezgasse), 1020 Wien
Telefon: +43 1 347 80 80
www.muth.at
 
 
Im Etablissement Nestroy-Säle, das sich im unteren Teil des Hauses befand, 1899 eröffnet wurde und ein bekanntes Wiener Vergnügungsetablissements war, gab es ein Wirtshaus, eine Bierhalle, ein Restaurant in Form eines Wintergartens und im Keller die Tanzbar Sphinx sowie einen Theatersaal
Die Abendkassa hat an den Vorstellungstagen
ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn für Sie geöffnet.
2003 wurde eine Zwischendecke entfernt und dabei ein unversehrtes, zentrales Auditorium und eine Theaterbalkon-Ebene für mehr als 250 Personen entdeckt. Zwischen 2004 und 2007 fanden in unregelmäßigen Abständen kulturelle Veranstaltungen statt.
Nestroyplatz 1, 1020 Wien
Telefon: +43 (0) 189 00 314
E-Mail: contact@hamakom.at
www.hamakom.at
 
 
Odeon Theater
Das Odeon wurde 1988 von Ulrike Kaufmann und Erwin Piplits als Spielstätte für ihr Serapions Ensemble gegründet. Der Theatersaal war ursprünglich der große Saal der Börse für landwirtschaftliche Produkte.
In Anlehnung an das griechische Odeion, das ein überdachter, freier Platz für Tanz- und Musikaufführungen war, wurde der Saal Odeon genannt.
Dem Serapions Ensemble liegt die Idee der Zusammenführung und der freien Entfaltung der Künste zugrunde – seine Arbeiten haben einen ganz besonderen, unvergesslichen Reiz, der sich aus der Verbindung von Musiktheater, Tanz, Schauspiel und bildender Kunst ergibt. Es arbeitet vor allem mit visuellen Mitteln und ist daher universell verständlich; Musik und Wort begleiten das Geschehen auf der Bühne.
Taborstrasse 10, 1020 Wien
Telefon: +43-(0)1- 216 51 27
www.odeon-theater.at
 
 
Klosterkirche der
Barmherzigen Brüder
Barmherzigenkirche hl. Johannes der Täufer
Angebote in der
Klosterkirche:
Mo. bis Sa.:
05.55h Konventmesse mit Laudes
Sonntag:
07.30h Laudes
08.00h Konventmesse
18.00h Stille Anbetung, Vesper
Eucharistischer Segen
In ihrer gegenwärtigen Form wurde die Kirche 1683-1692 erbaut und dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht; 1691 feierten die Barmherzigen Brüder in ihr die Heiligsprechung ihres Ordensstifters, 1694 erfolgte die neuerliche Weihe, 1697 war der Glockenturm vollendet.
Ein Juwel der Kirche ist auch die aus Forellenmarmor gehauene Statue der Gottesmutter mit Kind. Aufgrund der Kleidung und des Faltenwurfes deutet alles darauf hin, daß diese Figur aus der Zeit der Spätrenaissance stammt und daher das älteste Kunstwerk in der Kirche ist.
Die ebenfalls im Jahre 1763 im Rokokostil errichtete Kanzel entzückt den Beschauer durch ihre edle Linienführung. Die Kanzelbrüstung bereichern die alegorischen Figuren von Glaube, Hoffnung und Liebe.
Taborstrasse 16, 1020 Wien
barmherzige-brueder.at
 
 
 
 
Klostergeschichten.at
Geschichte, Informationen und Angebote über Klöster, Orden und Kirchen in Österreich
Klostergeschichten.at ist eine
private Internetplattform mit dem
Ziel über Kirche, Orden und Klöster
in Österreich zu informieren. Weiters
versucht Klostergeschichten.at
die Geschichte des Christentums in aktuellen und historischen Fotos,
sowie in der Kunst darzustellen.
 Orden, Klöster, Stifte u. Abteien; Ordensspitäler; Geschichte des Christentums; Kirchen in Österreich; Heilige und Selige; Fest- und Feiertage; Gebet und Kirche; Klostergeschichten; Mönchtum
Es werden keinerlei Geschäfte oder kommerzielle Nutzungen mit dieser Plattform lukriert bzw. getätigt. Die Ausrichtung des Mediums ist r.k.
klostergeschichten.at
 
 
Weg der Erinnerung
Der „Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt“ führt zu vielen für das frühere jüdische Leben in der Leopoldstadt bedeutsamen Orten und macht die Geschichte der Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung sichtbar.
Der Erinnerungsweg ist ausschließlich im „öffentlichen Raum“ angelegt.
Er kann mit Hilfe des Folders und der Begleitpublikation auch ohne Begleitung begangen werden. Seit 2015 führt auch ein GPS-gesteuerter Multimedia-Guide zu den Steinen der Erinnerung. In Bild, Schrift und Ton erfährt man übers Smartphone oder Tablet die Geschichte der Personen, derer gedacht wird.
steinedererinnerung.net
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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